Land gibt Dortmunder Stadtwerken 96 Millionen Euro – dafür wird das Geld ausgegeben

rnInvestitionen für Bus und Bahn

Es ist ein Geldregen für ein Unternehmen mit großem Investitionsbedarf: 96 Millionen Euro Landesmittel bekommt DSW21 für die nächsten zwölf Jahre. Wir verraten, was damit passieren soll.

Dortmund

, 10.07.2019, 21:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt stellt das Land bis 2031 eine Milliarde Euro für 15 Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung, wie das NRW-Verkehrsministerium am Dienstag mitteilte. Verkehrsminister Hendrik Wüst und die Spitzen von 15 Verkehrsunternehmen haben dazu eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Dazu gehören eine Förderung von 96 Millionen Euro für die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) und 2,1 Millionen Euro für die H-Bahn-Gesellschaft Dortmund mbH.

Geld für „Systemupgrade“

Das Geld gibt es speziell für die Erneuerung der Stadt- und Straßenbahnnetze, heißt es in der Ankündigung. Wüst sprach von einem „Systemupgrade der Stadt- und Straßenbahnnetze auf den heutigen Stand der Technik“.

Und so will DSW21 die Fördermittel auch nutzen. So müssen die fünf großen Stellwerke für das Stadtbahnnetz in den nächsten Jahren erneuert werden. Sie sind in der Regel rund 30 Jahre alt und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.

Stellwerk Reinoldikirche

Den Anfang soll möglichst schon im nächsten Jahr das unterirdische Stellwerk an der Reinoldikirche aus dem Jahr 1992 machen. „Die Ausschreibung ist schon vorbereitet. Wir haben nur noch auf die Fördermittel gewartet“, erklärte DSW-Sprecherin Britta Heydenbluth auf Anfrage.

Die Kosten für die technische Erneuerung allein dieses Stellwerks, das den Verkehr für die Stadtbahnlinien U42 und U46 steuert, wird auf rund 30 Millionen Euro beziffert. Die Arbeiten sollen sich nicht auf den Fahrplan auswirken.

Mehr Investitionsmittel

Und das ist nur ein Teil eines großen Investitionspakets, das sich DSW21 für die nächsten Jahre vorgenommen hat. In diesem Jahr steckt man etwa 20 Millionen Euro in die Erneuerung technischer Anlagen, Gleisen und Weichen.

Die Erneuerungsmittel sollen nun generell auf rund 34 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden, kündigt Britta Heydenbluth an. Man wolle sich auch bei der Fahrgastinformation, im Komfort und der Barrierefreiheit weiter verbessern, verspricht DSW-Verkehrsvorstand Hubert Jung.

Neue Bahnen und Busse

Unabhängig davon investiert DSW21 in den nächsten Jahren rund 200 Millionen Euro für die Anschaffung neuer und die Sanierung alter Stadtbahnen. Und Jahr für Jahr werden für rund 4 Millionen Euro neue Busse angeschafft – künftig auch mit Elektro-Antrieb.

Noch nicht im Detail festgelegt ist, wie die 2,1 Millionen Euro Fördermittel des Landes für die H-Bahn, eine Tochtergesellschaft von DSW21, ausgegeben werden sollen. Auch dort gibt es aber Erneuerungsbedarf, weil die Technik zum Teil 30 Jahre alt ist.

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