Land hält Flughafen Dortmund für nicht "landesbedeutsam"

Airport fürchtet Benachteiligung

Der Dortmunder Flughafen wittert neues Ungemach - diesmal nicht von Seiten der EU wegen umstrittener finanzieller Beihilfen, sondern vom Land NRW. Denn das spricht dem Airport nur noch regionale Bedeutung zu - im Gegensatz zum Mitbewerber aus Münster. Flughafen-Chef Udo Mager fürchtet weitreichende Folgen.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 18.09.2013, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Land hält Flughafen Dortmund für nicht "landesbedeutsam"

Der Flughafen Dortmund.

Seine große Sorge ist, dass die Entwicklungsmöglichkeiten des Dortmunder Flughafen stark eingeschränkt werden, wenn es bei dieser Einteilung bleibt. Dortmund wäre dann fremdbestimmt und könnte nicht mehr allein über nötige Investitionen entscheiden. „Alles was bei uns passiert, müsste mit Köln, Düsseldorf und Münster abgesprochen werden, weil die Vorrang genießen“, fürchtet Udo Mager. „Wir können aber nicht reduziert werden auf den Status Quo. Schließlich müssen wir auf aktuelle Anforderungen reagieren können.“

Bei der Stadt hat man die Einteilung im Landesentwicklungsplan ebenfalls mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen. Die Sorgen des Flughafens würden sicherlich in die Stellungnahme einfließen, die die Verwaltung bis Februar nächsten Jahres vorlegen soll, deutete Planungsamtsleiter Ludger Wilde am Mittwoch auf Nachfrage an. Am Ende ist es dann eine politische Entscheidung, welche Rolle der Airport Dortmund in der Landesplanung spielt. Denn die Entscheidung über das neue Planwerk trifft der Landtag. Und da scheint ein neuer Streit zwischen SPD und Grünen absehbar.  

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