Landgericht: Tankstellen-Räuber legt Geständnis ab

Benebelt durch Drogen

Mit einem Geständnis hat am Montag vor dem Landgericht der Prozess um einen Tankstellen-Überfall in Scharnhorst begonnen. Der 27-jährige Angeklagte war erst fünf Tage vor der Tat Anfang Februar aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Tat hatte er wohl von Drogen benebelt begangen.

DORTMUND

26.06.2017, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ich wusste zuerst nicht, wo ich hinsollte, weil meine Eltern nicht zu Hause waren“, sagte der Mann den Richtern. Also habe er sich zu einem Bekannten nach Dortmund begeben. „Und da bin ich dann ziemlich schnell wieder in Kontakt mit Drogen gekommen.“

"Wie durch einen Nebel"

Am Morgen des 1. Februar hatte der 27-Jährige seinen Körper schon wieder dermaßen mit Kokain in Tabletten vergiftet, dass er sich an die eigentliche Tat nur noch „wie durch einen Nebel“ erinnern kann. Er wisse jedoch, dass er ein Messer gezogen und es den beiden Angestellten der Tankstelle gezeigt habe. Mit 560 Euro Bargeld und elf Schachteln Zigaretten war ihm anschließend die Flucht gelungen.

Weil die beiden Frauen sofort die Polizei alarmierten und der Angeklagte wegen der Drogen nicht besonders schnell unterwegs war, gelang den Beamten schon bald der Zugriff. Zu Prozessbeginn bat der 27-Jährige die beiden Zeuginnen um Entschuldigung. „Ich wollte ihnen niemals etwas antun“, sagte er. Beide Angestellten mussten nach dem Überfall psychologische Hilfe in Anspruch nehmen und haben inzwischen die Arbeitsstelle gewechselt. 

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