Eine lange Warteschlange hat sich am Montag vor dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund gebildet - Ziel war aber nicht das Museum selbst. © Julian Preuß
Coronavirus

Lange Warteschlange am Fußballmuseum sorgt für Aufsehen

Vor dem Deutschen Fußballmuseum in der Dortmunder Innenstadt hat sich am Montag eine lange Warteschlange gebildet. Ziel war jedoch nicht das Museum selbst.

Von der Fußgängerampel an stehen am Montagmittag (25.10.) zahlreiche Menschen in einem langen Bogen vor dem Deutschen Fußballmuseum in der Dortmunder Innenstadt an.

Sie wollen zum mobilen Impfzentrum zu gelangen. Von 10 bis 15 Uhr können sich Passantinnen und Passanten im Impfbus von einem Arzt gegen das Coronavirus impfen lassen.

40 verabreichte Impfungen in zwei Stunden

Bis 12 Uhr konnten rund 40 Impfwillige bedient werden. Das sei ein guter Wert, sagt ein Mitarbeiter des Impfteams. Seit 10 Uhr sei die Schlage nicht kürzer geworden. Es kämen immer wieder Menschen, die sich anstellen.

Unter ihnen befindet sich Marcel Tiaden aus Kamen. „Ich bin spontan hierhin gekommen, weil ich frei habe“, sagt er. Seine Partnerin habe ihm den Tipp gegeben. Im Sommer habe er sich mit dem Wirkstoff von Johnson&Johnson impfen lassen. Zu diesem Zeitpunkt wurde der vollständige Impfschutz nach nur einer Impfung attestiert.

Menschen stehen für Boosterimpfung an

Tiaden möchte sich trotzdem eine zweite Dosis verabreichen lassen – als Booster. „Vor Kurzem habe ich einen Antikörpertest machen lassen. Und ich hatte weniger Antikörper, als ich haben möchte“, sagt er.

Laut einer neuen Studie könne eine einzelne Impfung mit dem Wirkstoff von Johnson&Johnson einen durch die Delta-Variante verursachten schweren Verlauf nur zu 70 Prozent verhindern könne. Das fasst das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Internetseite zusammen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher eine Auffrischungsimpfung mit den Wirkstoffen von Moderna oder Biontech. Daher sei die Boosterimpfung auch am mobilen Impfzentrum vor dem Fußballmuseum sehr bliebt.

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