Langemeyer hat vom 80 Mio.-Loch gewusst

Dortmunder Haushalt

DORTMUND OB Dr. Gerhard Langemeyer hat trotz gegenteiliger Beteuerungen bereits in der ersten Augusthälfte gewusst, dass im Haushalt für 2009 ein Loch von 86 Mio. Euro klaffte. Das belegt ein Akten-vermerk der Stadtkämmerin Dr. Christiane Uthemann vom 11. August.

von Von Gaby Kolle

, 11.09.2009, 14:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach der Prognose der Stadtämter im Juli 2009, deren Qualität Langemeyer bei der Besprechung am 11. August als miserabel zurückwies, betrugen die überplanmäßige Mehraufwendungen insgesamt 119 Mio. Euro, für die nach damaligem Stand nur Deckungsmöglichkeiten von rund 33 Mio. Euro bestanden haben, "so dass 86 Mio. Euro noch zu decken wären" - also etwa der Betrag, den die Kämmerin am 31. August mit 80 bis 100 Mio. Euro bezifferte. Noch am letzten Donnerstag hat Langemeyer den Vorwurf des Wahlbetrugs entschieden zurückgewiesen, hatte lediglich "handwerkliche Fehler" eingeräumt, die er indirekt vor allem Uthemann anlastete. Er selbst sei von den Summen, die die Kämmerin damals nannte, überrascht worden, betonte der Noch-OB. Auf die Frage, warum man die Absicht, eine Haushaltssperre  zu verhängen, nicht vor der Wahl mitgeteilt habe, erklärte Langemeyer,  eine frühzeitige Information sei auch bei Haushaltssperren in früheren Jahren nicht üblich gewesen.

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