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Langjähriger Handwerks-Präsident Otto Kentzler ist tot

Dortmunder Unternehmer

Die Dortmunder Handwerkskammer und der Zentralverband des Deutschen Handwerks trauern um ihren langjährigen Präsidenten Otto Kentzler. Der Dortmunder starb am Sonntag im Alter von 77 Jahren.

Dortmund

, 29.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Langjähriger Handwerks-Präsident Otto Kentzler ist tot

Von 1994 bis 2014 leitete Otto Kentzler die Geschicke der Handwerkskammer Dortmund. Am Sonntag ist Kentzler im Alter von 77 Jahren gestorben. © Handwerkskammer Dortmund

Dortmunder Cityring, Bundesverdienstkreuz, „Ritter des Ordens vom Heiligen Papst Silvester“ – das sind nur drei der zahlreichen Ehrungen, die Otto Kentzler in seinem Leben bekommen hat. Sie sind Ausdruck seines großen ehrenamtlichen Engagements für das deutsche Handwerk, aber auch etwa in kirchlichen Bereichen wie als langjähriger Kuratoriumsvorsitzender der Dortmunder Kommende.

Nun endete dieses Leben. Wie Handwerkskammer Dortmund und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Montag mitteilten, ist Otto Kentzler am Sonntag im Alter von 77 Jahren gestorben.

Kentzler übernahm einen der ältesten Handwerksbetriebe Dortmunds

Der gelernte Gas-Wasser-Installateur und Klempner, der nach seiner Ausbildung an der TU Hannover Maschinenbau studiert hatte, hatte 1978 den Familienbetrieb übernommen. Kentzler führte die Dachdeckerfirma, einen der ältesten Handwerksbetriebe Dortmunds, in vierter Generation mehrere Jahrzehnte lang, seit 1987 zusammen mit seinem Sohn Heiko.

Sein ehrenamtliches Engagement begann 1989, als er zum Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Dortmund und Lünen gewählt wurde. Fünf Jahre später wurde Kentzler Präsident der Handwerkskammer Dortmund, ein Amt, das er 20 Jahre lang bis 2014 innehatte. Parallel dazu übernahm er von 2005 bis 2013 das Amt des ZDH-Chefs und wurde damit so etwas wie Deutschlands oberster Handwerker.

Kentzler war „Einer, der unsere Sprache spricht“

In einem gemeinsamen Nachruf der beiden Verbände wurde am Montag Kentzlers Rolle als Erneuerer der Dortmunder Kammer betont: In seiner 20-jährigen Amtszeit „wurden Strukturen deutlich gestrafft, der Bildungssektor komplett modernisiert und weit reichende Services für die Mitgliedsunternehmen geschaffen“.

Unter seinen Handwerker-Kollegen sei der Vater von zwei Kindern geschätzt worden als „Einer, der unsere Sprache spricht“, so Berthold Schröder, Kentzlers Nachfolger als HWK-Präsident, und HWK-Hauptgeschäftsführer Carsten Harder im Nachruf. Mit „gutem Selbstbewusstsein“ habe er in der Politik Gehör gefunden – „und das nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene.“

Eine schlechte Nachricht auf familienunternehmerischer Ebene musste Kentzler jedoch 2016 verkraften: Damals meldete die Familienfirma, die damals bereits seit einigen Jahren von Kentzlers Sohn Heiko geführt wurde, Insolvenz an. Die traditionsreiche Firma, die bereits in den 1950er-Jahren das Dach des Westfalenhalle mit Aluminium verkleidet hatte und auch am Bau des Florianturms beteiligt gewesen war, musste schließen.

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