Lanstrop vernetzt sich für eine bessere Kinder- und Jugendarbeit

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Die Institutionen, die sich um Kinder und Jugendliche in Lanstrop kümmern, wollen künftig enger zusammenarbeiten. Dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe.

Lanstrop

, 02.04.2019 / Lesedauer: 3 min

In Lanstrop hat sich ein Runder Tisch gegründet. Er besteht aus sämtlichen Institutionen, die etwas mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben: Brukterer-Grundschule mit dem Offenen Ganztag, Fabido-Familienzentrum, Katholischer Kindergarten und Juki-Treff. Feuerwehr, Pfadfinder, BVB-Fanclub, Jugendhilfedienst und Familienbüro sollen hinzukommen.

Ziel sei es, die gesamte Kinder- und Jugendarbeit im äußersten nordöstlichen Zipfel der Stadt besser zu vernetzen. „Das macht schon deshalb Sinn“, sagt JuKi-Leiterin Conny Bothe, „weil wir es oft mit denselben Kindern zu tun haben - also auch mit denselben Problemen.“

Stadtteilfest am 24. Mai

Ein erstes sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit soll ein Stadtteilfest werden, das am 24. Mai von 13 bis 17 Uhr auf dem Schulgelände an der Gürtlerstraße 1 läuft. Dabei gibt‘s Bewegungsspiele, eine Schminkaktion, Tanz, Kaffee und Kuchen und vieles mehr. Auch BVB-Maskottchen Emma kommt. „Wir wollen uns damit nach außen hin präsentieren“, sagt die Leiterin der Brukterer-Grundschule, Michaela Krafft - nach dem Motto: „Seht her, hier tut sich was.“ Hemmungen, die bisher vielleicht bestanden haben, sich an eine der genannten Institutionen zu wenden, sollen auf diese Weise niederschwellig abgebaut werden.

Lanstrop ist wie ein geschlossenes System

Gerade in einem Stadtteil wie Lanstrop, der fast wie ein in sich geschlossenes (Dorf-)System funktioniere, sei ein solches Netzwerk sinnvoll. Als Beispiel nennt Karin Harbert-Roeske die Angebote des Familienzentrums, die für alle offen sind und nicht nur für die Kinder, die dort angemeldet sind. Nadja Domke vom Katholischen Kindergarten könnte sich vorstellen, eine für alle Interessierten offene Spielegruppe einzurichten. Solche Informationen können und sollen auch vom JuKi-Treff, vom Offenen Ganztag und allen anderen Beteiligten weitergetragen werden.

Lanstrop vernetzt sich für eine bessere Kinder- und Jugendarbeit

Zu den Lanstroper Institutionen, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern, gehört auch der JuKi-Treff an der Gürtlerstraße. © Andreas Schröter

Eine Besonderheit in Lanstrop ist die hohe Anzahl an Flüchtlingen, um die sich OGS-Leiterin Maria Nienhaus im Flüchtlingscafé „Angekommen“ so vorbildlich kümmert. Viele von den Neu-Lanstropern würden schlicht die deutschen Gepflogenheiten und Gegebenheiten nicht kennen, sagt Conny Bothe. Sie kennen aus ihren Heimatländern oft weder Veranstaltungen wie einen „Elternsprechtag“, noch wissen sie, dass es außerhalb von Schule und Kindergarten auch noch solche Institutionen wie den JuKi-Treff gibt.

Auch hat Lanstrop eine sehr heterogene Gesellschaft. Es gibt die besser Gestellten aus dem Oberdorf und diejenigen, die zum Teil mit wenig Geld auskommen müssen, in der Großsiedlung. Aber insgesamt, sagt Maria Nienhaus, habe sich Lanstrop in jüngerer Vergangenheit geändert: Es gebe eine ungeheure Hilfsbereitschaft untereinander.

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