Hat seinen Rückzug als Unionskanzlerkandidat angedeutet: Armin Laschet. © dpa
Bundestagswahl 2021

Laschet deutet Rückzug an – So reagiert die Dortmunder CDU-Spitze

Die Dortmunder CDU-Spitze hatte sich bei der Aufstellung ihres Kanzlerkandidaten für Laschet ausgesprochen. Was sagt sie jetzt zu seiner Bereitschaft, sich als Kanzlerkandidat zurückzuziehen?

Die Nachricht kam am Donnerstagnachmittag (7.10.): Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union, habe seine Bereitschaft angedeutet, eigene Ambitionen für mögliche Jamaika-Verhandlungen mit Grünen und FDP zurückzustellen. „Wenn es mit anderen Personen besser geht, dann gern“, soll Laschet laut dpa am Donnerstag in einer Schaltkonferenz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesagt haben.

Wie sieht die Dortmunder CDU-Spitze, die bei der Wahl des Kanzlerkandidaten hinter Laschet gestanden hat, den angedeuteten Rückzug?

Union ist für Laschet wichtiger

Er habe diese Nachricht noch nicht gehört, sagte der Dortmunder CDU-Vorsitzende Sascha Mader am Donnerstag auf Nachfrage. Sollte die Pressemeldung stimmen, sei er sicher, „dass Armin Laschet sehr verantwortungsvoll mit seiner Funktion umgeht“.

Eine Ampel mit Grünen und FDP sei demokratisch zu akzeptieren, so Mader. Für Armin Laschet sei die Union wichtiger als er selbst. Laschet sehe seine große Rolle darin, Politik für die Menschen zu gestalten.

Auch Mader selbst ist der Auffassung, dass es in der Politik „immer um die Sache gehen sollte, nicht um die Person“. Gleiches soll Armin Laschet in der Schaltkonferenz gesagt haben: „Erst steht das Projekt, und dann die Person.“

Mit Material von dpa


Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle