Laufen statt studieren - so macht Uni Spaß

25. Campuslauf

DORTMUND Verschwitzte Gesichter, Samba-Musik und zwischendrin Studierende, die zu ihren Vorlesungen hetzen. An der TU Dortmund sind am Mittwoch wirklich alle in Bewegung gewesen. Nur die Fahrstühle im Mathe-Gebäude waren wie ausgestorben.

von Von Claudia Picker

, 27.05.2009, 19:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Verkleiden durften sich die Sportler auch. Das witzigste Kostüm bekam am Ende einen Preis. Schaper</p>

<p>Verkleiden durften sich die Sportler auch. Das witzigste Kostüm bekam am Ende einen Preis. Schaper</p>

Rot-weißes Flatterband versperrt die Wege auf dem Campus der Universität Dortmund. Wer die Absperrungen ignoriert, muss aufpassen: Die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit ist außer Kraft gesetzt. Beim 25. Campuslauf kommt es auf Zeiten an - und da wird schon mal Gas gegeben. Beim Gehen, Laufen und Treppensteigen.Rekord vor dem Startschuss

Den ersten Rekord zum Jubiliäum hat es aber am Mittwoch schon gegeben, bevor die ersten Sportler an die Startlinie traten: Mit genau 1257 Teilnehmern ist die 1000er Marke geknackt. Erstmals waren keine Nachnominierungen möglich. Das führte zu verzweifelten Aushängen an der Uni: "Suche dringend Teilnehmernummer für den Zehn-Kilometer-Lauf."

"Wir haben noch etwas Luft nach oben", sagt Matthias Hierweck vom Hochschulsport. Der organisiert die Veranstaltung. Nicht nur für Studierende und Dozenten - jeder darf beim Campuslauf mitmachen.

Um 16 Uhr fällt der Startschuss. Die Geher sind dran. Fünf Kilometer, zweimal um den Campus. Eine Samba-Band sorgt auf halber Strecke für gute Laune.In Jeans und Wanderschuhen

Professor Rolf Swik von der Fachhochschule kommt durchs Ziel. In Jeans und Wanderschuhen. "Das war spontan", sagt er. Sein Team trägt orangene T-Shirts. Alle halten sich an einem Becher Wasser fest. "Um halb vier hab ich noch im Büro gesessen", sagt Swiks Kollege Jochen Drescher. Das gemeinsame Erlebnis schweißt zusammen - schnell sammelt sich der orangene Trupp und tauscht sich aus. Die Strapazen sind vergessen.

Während die Geher sportlich bedient sind und verschnaufen, strömt eine größere Anzahl an sportlich gekleideten Menschen Richtung Mathe-Gebäude. Zum "Tower". Vom Keller aus geht es hier elf Stockwerke hoch. Der Aufzug ist tabu - Treppensteigen ist angesagt.Kräfte aufteilen

Nils Bickenbach hat es geschafft. Er ist einer der ersten Treppenläufer. "In der siebten Etage werden die Beine schwer", sagt er. Sein Tipp: Langsam "anjoggen" und Kräfte aufteilen. Der nächste Läufer keucht um die Ecke. Nein. Er keucht nur. Zu sehen ist noch nichts. Dann aber. 1:11 Minuten ist der Rekord aus dem Vorjahr. Eine harte Nuss ... pic

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