Lehrer-Demo beendet

Bildungsgewerkschaft GEW

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat heute zum Warnstreik der Lehrkräfte aufgerufen. Auch in Dortmund gingen die Lehrer auf die Straße. Die Demonstration wurde um 12.30 Uhr beendet.

DORTMUND

von Von Daniel Müller und Susanne Riese

, 22.02.2011, 12:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um kurz vor 12 Uhr sind die Demonstranten an der Katharinentreppe eingetroffen. Zurzeit läuft die Abschlusskundgebung. Die Organisatoren sprechen von 500 Teilnehmern.

Kollegin Riese kommt wieder zurück in die Redaktion. An der an der Katharinentreppe ist noch nichts los. Der Demo-Zug hat Verspätung. Irgendwie passend heute. Die Abschlusskundgebung soll jetzt um 12 Uhr stattfinden.

Zum Hintergrund: Laut Auskunft der Bezirksregierung in Arnsberg arbeiten von den insgesamt 5770 Dortmunder Lehrern rund 1000 als Angestellte. Von ihnen sind allerdings lediglich 280 in der GEW organisiert.

Wir haben gerade stichprobenartig bei den Schulen nachgefragt. Der allgemeine Tenor: „Der Warnstreik ist kein Problem“. Es kommt nur bedingt zu Unterrichtsausfällen.

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat eine Mitteilung an die Presse geschickt. Hier die Pressemitteilung in Auszügen: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“: Diese „alte“ Forderung gilt nicht zuletzt für rund 36.000 angestellte Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen. Es darf nicht länger möglich sein, sie ohne Tarifvertrag zu geringeren Löhnen abzuspeisen als ihre beamteten Kollegen (...). Der Einstieg in eine tarifvertragliche Eingruppierung ist das erste Ziel beim Ringen um „L-ego“, die Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte.

Nach Informationen von Jürgen Hentzelt, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, haben sich im Dietrich-Keuning-Haus (DKH) zurzeit 300 Streikende versammelt. Dort startet um 10.45 Uhr die Demonstration.  Um ca. 11.30 Uhr gibt es eine Abschlusskundgebung an der Katharinentreppe. Dort werden unter anderem Dorothe Schäfer (Landesvorsitzende der GEW) und Jutta Reiter (DGB) zu den Teilnehmern sprechen.

Hintergrund: Die Lehrer sind von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu einem Warnstreik aufgerufen worden, um Druck in den laufenden Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder zu machen. Die Gewerkschaft beklagt, dass angestellte Lehrer deutlich weniger verdienen als ihre beamteten Kollegen, obwohl sie die gleiche Arbeit machen. In welchem Umfang es zu Unterrichtsausfall durch den Warnstreik kommt, ist nicht abzusehen.  

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