Leibniz-Gymnasium im Kreuzviertel hat neuen Schulleiter

Vorgänger wollte nicht in Ruhestand

Es ist das Ende einer langen Hängepartie: Siebeneinhalb Monate nach dem unfreiwilligen Wechsel von Direktor Dr. Bernd Hamann in den Ruhestand und nach zwei Ausschreibungsrunden hat das Leibniz-Gymnasium im Kreuzviertel einen neuen Schulleiter. Der Name des neuen Chefs sorgte bei seiner Einführung für Erheiterung.

DORTMUND

, 02.05.2016, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Dennis Draxler leitet ab sofort das Leibniz-Gymnasium im Kreuzviertel.

Dr. Dennis Draxler leitet ab sofort das Leibniz-Gymnasium im Kreuzviertel.

Dr. Dennis Draxler erhielt am Montag vor dem Kollegium die Ernennungsurkunde zum Oberstudiendirektor vom Dezernenten der Bezirksregierung, Peter Kurtenbach. Mit dem ehemaligen Schalker Julian Draxler sei er „in keiner Weise“ verwandt, unterstrich der 39-jährige Dortmunder.

Der verheiratete Vater von vier Kindern hat als Lehrer am Hörder Phoenix-Gymnasium angefangen und war zuletzt stellvertretender Schulleiter am Märkischen Gymnasium in Iserlohn.

Blumige Begrüßung für den neuen Schulleiter

Der Mathematik- und Physiklehrer hat sich vorgenommen, sein fast 80-köpfiges Kollegium möglichst schnell kennenzulernen. Das begrüßte ihn – im doppelten Wortsinn – blumig. Renate Krüger überreichte einen bunten Strauß: „So bunt wie der Strauß sind wir auch: fleißig, innovativ und kooperativ.“ Den roten Faden, der mit mehreren Konten schmückend über die Blumen dekoriert war, solle Draxler immer im Blick haben und auch die Knoten lösen, wünschte sich das Kollegium.

Die Leiterin des Schulverwaltungsamtes, Martina Raddatz-Nowack, erinnerte daran, dass das Umfeld der Schule auch mit sozialen Problemen zu kämpfen habe. Sie setze auf eine gute Zusammenarbeit.

Vorgänger hatte sich erfolglos gegen Ruhestand gewehrt

Draxlers Vorgänger, Dr. Bernd Hamann, hatte sich erfolglos gegen seinen regulären Ruhestand gewehrt. Er wollte noch selbst die Aus- und Bewertung der bisherigen Ergebnisse des Leibniz-Gymnasiums als internationale Schule vornehmen, konnte sich aber vor Gericht nicht durchsetzen und musste am 17. September von einem Tag auf den anderen seinen Schreibtisch räumen.

Weil sich in der ersten Ausschreibungsrunde nur Männer beworben hatten, war nach dem Landesgleichstellungsgesetz eine zweite nötig geworden. 

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