„Leiharbeiter“ schuften im Dortmunder Süden ohne Bezahlung

rnNatur in Dortmund

Die Arbeitsstätte ist versteckt und liegt in der Nähe einer Bahnlinie im Dortmunder Süden. Hier schuften „Leiharbeiter“ und bekommen als Lohn Nahrungsmittel - mit Billigung der Politik.

Aplerbeck

, 26.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bezirksvertretung Aplerbeck hat Geld dazu getan, das Stadtbezirksmarketing auch. Unterstützung gab es ebenfalls vom Dachverband der Kleingartenvereine. „Ohne die hätten wir das alles auch nicht geschafft“, sagt Jürgen Beckmann, erster Vorsitzender des Gartenvereins „Fröhliche Morgensonne“.

Der hat, neben der Hege und Pflege von Flora und Fauna, noch eine weitere wichtige Aufgabe. Durch die Reihen der gepflegten Schrebergärten, rund 144 sind es hier zwischen Abteistraße und Schweizer Allee, führt ein öffentlicher Fuß- und Radweg.

Mitglieder des Vorstandes der „Fröhlichen Morgensonne“ zeigten Politik und Verwaltung die Neuerungen.

Mitglieder des Vorstandes der „Fröhlichen Morgensonne“ zeigten Politik und Verwaltung die Neuerungen. © Jörg Bauerfeld

Schon lange hatten Politik und Verein eine Beleuchtung für die nachts stockdunkle Strecke gefordert. Geld hatte die Bezirksvertretung Aplerbeck schon vor Jahren bereitgestellt. Getan hatte sich lange nichts, doch jetzt stehen die LED-Lampen.

Naturschutz ein großes Thema

Das war der Anlass für den Verein, einmal zu einem Rundgang zu bitten und zu zeigen, was in Sachen Naturschutz und auch in Sachen Wissen so alles geht in einem Kleingarten. Da ist erst einmal eine mächtig große Blumenwiese. Ein wahres „Pollenfüllhorn“ für die verschiedenen Insekten.

Mit Unterstützung ist eine prächtige Blumenwiese entstanden. Nahrung für die Insekten.

Mit Unterstützung ist eine prächtige Blumenwiese entstanden. Nahrung für die Insekten. © Jörg Bauerfeld

Gesponsert von BV und Stadtbezirksmarketing wurde auf die ehemalige Brachfläche im Westen der Anlage eine Spezialmischung aufgebracht. Die blüht im Moment in den schillerndsten Farben und muss nur einmal im Jahr, nämlich im September, geschnitten werden.

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Ein paar Meter weiter, hinter einem festen Zaun, die neuen Mitbewohner der Kleingärtner. Tausende von Arbeitern, die im Moment mitten in der Produktion sind. Honigbienen, die an den Blüten des Nachbargrundstücks naschen und Honig produzieren.

Ein Schaugarten für die kleinen Besucher entsteht zurzeit. Damit die Kinder auch sehen, dass Bohnen nicht in der Dose wachsen.

Ein Schaugarten für die kleinen Besucher entsteht zurzeit. Damit die Kinder auch sehen, dass Bohnen nicht in der Dose wachsen. © Jörg Bauerfeld

„Es wird hier aber noch mehr passieren, auch für die kleinen Gäste“, sagt Jürgen Beckmann. So entsteht in der Nähe des Haupteingangs ein Schaugarten. Mit allem erdenklichen Gemüse und den dazu gehörenden Erklärungen.

Ein Kleinod, das es zu erhalten gilt

„Ich bin froh, dass hier in der Fröhlichen Morgensonne viel für die Insekten gemacht wird. Dazu noch die neue Beleuchtung“, so Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel. „Hier tut sich was in der Anlage. Das ist ein Kleinod, das unterstützenswert ist.“

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Und das soll auch weiter geschehen. So muss der Fuß- und Radweg, der die Anlage quert, noch eine neue Asphaltdecke bekommen. Ein Kostenvoranschlag soll in Kürze an die Bezirksvertretung Aplerbeck überreicht werden.

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