Braucht der Parkplatz an der Leostraße wirklich eine neue LED-Anlage für 30.000 Euro?

rnParkplatz Leostraße

Die CDU-Fraktion fordert eine verbesserte Beleuchtung des offenen Parkplatzes an der Leostraße. Die Notwendigkeit und Kosten dafür sorgten für Diskussionen in der Bezirksvertretung Hombruch.

von Anika Hinz

Hombruch

, 22.05.2019, 18:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nichts wurde in der Mai-Sitzung der Hombrucher Bezirksvertretung so hitzig diskutiert wie die Verbesserung der Parkplatzbeleuchtung auf dem öffentlichen Parkplatz an der Leostraße. Die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung hatte einen entsprechenden Antrag bereits im Februar 2018 gestellt. Doch das Tiefbauamt der Stadt Dortmund hat den Sachstand erst im März 2019 veröffentlicht. Dadurch wurde die Angelegenheit nun erneut zum Thema in der Bezirksvertretung.

Konkret fordert die CDU-Fraktion die Verwaltung auf, den Parkplatz an der Leostraße durch bessere LED-Leuchten und eine zusätzliche LED-Leuchte im hinteren Bereich des Parkplatzes zu erhellen. Ziel sei es, sogenannte „Angsträume“ auf dem Parkplatz zu beleuchten, der laut Angaben der CDU-Fraktion ohnehin nur schwach ausgeleuchtet sei.

Tiefbauamt schätzt Kosten auf 30.0000 Euro

In einem Schreiben vom 19. März gibt das Tiefbauamt der Stadt eine Übersicht der anfallenden Kosten und nötigen Maßnahmen. So muss für eine bessere Ausleuchtung des Parkplatzes über die Gesamtlänge der Fläche ein 45 Meter langer Kabelgraben für das Beleuchtungskabel ausgehoben und die Oberfläche anschließend wieder hergestellt werden.

Braucht der Parkplatz an der Leostraße wirklich eine neue LED-Anlage für 30.000 Euro?

Erst auf und dann wieder zu: Auf dem Parkplatz an der Leostraße müsste ein Kabelgraben über 45 Meter ausgehoben werden. © Anika Hinz

Der neue zweite Beleuchtungsstandort wäre auf der gegenüberliegenden Seite des bereits vorhandenen Beleuchtungsmastes an der Einfahrt des Parkplatzes. Beide Masten bekämen im Anschluss jeweils zwei LED-Strahler. Die Gesamtkosten liegen laut Kalkulationen des Tiefbauamtes bei 30.000 Euro.

Fraktionen halten dagegen

Wenig begeistert von der Idee, den Parkplatz besser auszuleuchten, zeigt sich die SPD-Fraktion. „30.000 Euro ist zu viel, zumal der Parkplatz gerade abends nicht gut frequentiert ist“, sagt Fraktionsvorsitzender Markus Demtröder und fügt hinzu: „Wir lehnen den Antrag ab.“ Susanne Lohse, Fraktionsvorsitzende der Grünen, ergänzt: „Wir stimmen nur zu, wenn die Zeiten begrenzt werden oder es einen Bewegungsmelder gibt.“

Von einem Bewegungsmelder hält Markus Demtröder nichts. Er fürchte eine Lichtbelästigung für die Anwohner. „Wenn das Licht abends an und aus geht, vor allem in späten Abendstunden, stört das“, sagt er. Bezirksbürgermeister Hans Semmler schlägt einen Kompromiss vor: „Dann müssen wir das Licht runter schalten oder nachts ausmachen.“ Rückenwind bekommt er von Bezirksvertreter Klaus-Werner Schröter: „Ich bin gegen eine ganztätige Lichtverschmutzung. Es muss auch mal dunkel sein.“

Am Ende gab es keinen Beschluss der Fraktionen. Die Bezirksvertretung einigte sich darauf, einen Ortstermin mit der Verwaltung zu machen, um zu prüfen, wie stark der Parkplatz in den Abendstunden frequentiert ist. Das geht aufgrund der Jahreszeit aber erst wieder, wenn es früher dunkel wird. „Bis dahin bleibt das Thema aber auf der Agenda“, sagt Semmler.

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