„Let’s Dance“: Cathy Fischer stampft sich aus der Show

RTL-Tanzshow

Sylvie Meis kündigte „pures Tanzvergnügen“ mit „viel Gänsehaut“ für die erste Folge von Let’s Dance an. Stattdessen gab es Klumpfüße, keinen Sex und eine enttäuschte Spielerfrau.

DORTMUND

von Stefanie Diemand

, 14.03.2015, 11:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Cathy Fischer und Profitänzer Marius Iepure bei ihrer gemeinsamen Performance.

Cathy Fischer und Profitänzer Marius Iepure bei ihrer gemeinsamen Performance.

Die achte Staffel der Liveshow beginnt mit kreisenden Hüften und schnellen Schritten. Es soll die einzige gute Performance des Abends bleiben. Schließlich tanzen hier auch nicht die Prominenten, sondern echte Profitänzer. Stars wie Schauspieler Thomas Drechsler, Rennfahrerin Cora Schumacher und Reality-Star Detlef Steves sind nicht die geborenen Tänzer.

Die Moderatoren Sylvie Meis und Daniel Hartwich sehen dieser Wahrheit aber auch nach der letzten schlechten Tanzeinlage nicht ins Gesicht. Es ist „die erste Folge“ und man könne sich noch steigern. Das muss man auch, wenn RTL wieder hohe Quoten verzeichnen möchte. Übrigens: Mit 14 Promis ist dies die längste Staffel, die es je gab. Aber ein Indianer kennt keinen Schmerz. Nun bemitleiden sich Zuschauer und Promis eben gleich zwölf Shows lang.

Kein Pokal für Cathy Fischer

Spielerfrau Cathy Fischer leidet besonders schwer.  Mit den Worten „die tapfere Frau mit der gebrochenen Rippe“ wird das Model auf die Bühne gebeten. Aber wirklich tapfer tritt sie während der Sendung nicht auf. Schon bei ihrem Vorstellungs-Video fängt das ganze Desaster an. „Man kennt mich wahrscheinlich aus der WM-Kolumne“, sagt sie mit großen Augen in die Kamera. Und glaubt wohl tatsächlich, dass sie wegen ihrer Artikel für Bunte und Bild-Zeitung berühmt ist. Dass sie vor allem als Freundin des BVB-Spielers Hummels von sich reden lässt, erwähnt sie nicht einmal in der Sendung.

Aber Fischer kann mehr als das: Sie sei eine echte Fashionista. „Ich liebe Mode und mache auch ganz viel mit Mode“, sagt sie mit großen Augen in die Kamera. Das beweist sie auch kurze Zeit später beim Training: Mit blauen Leggins und knallengem pinken Tank-Top. Und beim Kommentar zum Outfit ihres Tanzpartners: „Ziemlich lila“. Dass sie für die erste Performance selbst ein Lila-Fransen-Kleid trägt, scheint sie vergessen zu haben.

Fehlender Hüftschwung bei der Spielerfrau

Schnell wird klar, dass sich Fischers Promistatus durch ihre Let’s Dance-Teilnahme nicht steigern wird. Obwohl Trainingspartner Marius Iepure sie bittet ihre „Bitch auszupacken“ kann Fischer ihre Mitte nicht finden. Das liegt vielleicht am groß angekündigten Sex-Entzug vor jeder Show. Den sieht man ihr dann auch bei der ersten Tanzeinlage an. Ungeschickt und ohne Energie tänzelt Fischer über die Bühne.

Das zeigt sich auch in der Jury-Bewertung von 9 Punkten. „Deine Füßchen haben auf den Boden gestampft wie der BVB am Ende der Hinrunde - nämlich außer Takt“, sagt Starkritiker Joachim Llambi. Tänzerin und Jurymitglied Motsi Mabuse bemängelt Fischers fehlenden Hüftschwung. So schlecht sei die Performance aber gar nicht gewesen. Schließlich habe es am Ende noch „Chaka Bum“ gemacht.

Schalke-Spieler Hans Sarpei kommt weiter

Den richtigen Hüftschwung zeigt am Ende nur der ehemalige Schalke-Spieler Hans Sarpei. „Es war großartig. Hans, du hast mich überzeugt“, sagt Llambi. Und Tänzerin Mabuse drückt ihre Gefühle diesmal mit einem „wawaboom“ aus. Moderatorin Meis ist sichtlich überrascht, schließlich „erwartete man das bei einem Fußballer“ nicht. Als sie Tanz-Hans empörten Gesichtsausdruck sieht, fügt sie schnell hinzu: „Die meisten Fußballspieler sind nicht so beweglich in der Hüfte.“ Und seien wir mal ehrlich. Wer könnte es besser wissen, als Sylvie Meis ehemals van der Vaart.

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