Lieber schminken statt Anschaffen gehen

DORTMUND Der Straßenstrich an der Ravensberger Straße wächst. Immer mehr Frauen registriert Kober als Beratungsstelle für Prostituierte.

31.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

500 sind den Beraterinnen inzwischen bekannt, viele sind jung, immer mehr stammen aus Bulgarien oder Rumänien und stehen oft bis zu 24 Stunden für Freier an. 

Ein kurzfristiges Entrinnen aus der Tristesse rund um den Kober-Container gelang einer Prostituierten mit ihrer Anstellung in der Altenpflege. Diese war leider befristet und die Frau landete wieder auf dem Strich. Total frustriert, weil ihr der Pflegeberuf so viel Spaß gemacht hatte.

Für längerfristige Perspektiven soll nun ein - mit Landesmitteln unterstütztes - Projekt sorgen: Unter dem Namen "Conti-Info" findet am letzten Dienstag im Monat im morschen Beratungscontainer vor Ort ein Bildungsangebot für Prostituierte statt. Bleibt zu hoffen, dass es endlich zur längst angekündigten Gewerbeansiedlung hinter dem Container kommt, damit im Zuge dieser Baumaßnahme der schimmelige Container erneuert wird. In kleiner Runde wird bei der "Conti-Info" zu ausgewählten Themen referiert. Den Auftakt machte gestern eine Kosmetikerin, die für Berufe in der Schönheits- und Stilberatung begeistern will. bö

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