Lkw-Verkehr auf wichtiger Straße soll notfalls mit Klage gestoppt werden

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Zwei Schulen, ein Kindergarten und Sportanlagen liegen an der Straße Am Hombruchsfeld, die gerade eine Baustelle ist. Trotz allem gilt hier kein Lkw-Verbot. Und es gibt noch mehr Unmut.

Hombruch

, 23.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird kräftig gebaut an der Straße Am Hombruchsfeld. Während im nördlichen Teil, zwischen der Zillestraße und der Stockumer Straße, schon die Arbeiten an den Versorgungsleitungen bis auf einige kleine Nacharbeiten abgeschlossen sind, wird der südliche teil der Straße, also zwischen der Zillestraße und der Löttringhauser Straße, noch kräftig „auf links“ gedreht.

Kanäle und diverse Versorgungsleitungen kommen hier neu unter die Erde. Ist dies alles geschafft, kommt eine neue Fahrbahndecke - und ein größerer Umbau der Straße Am Hombruchsfeld. Am nördlichen Teil der Straße liegen mit dem Helene-Lange-Gymnasium, der Robert-Koch-Realschule und der Schubert-Grundschule drei Schulen des Stadtbezirks. Dazu kommen noch eine Kita und Sportstätten.

Verkehrsberuhigung und Berliner Kissen

Trotz aller Verkehrsberuhigung - hier gilt Tempo 30 und es sind sogenannte „Berliner Kissen“ installiert worden - gibt es keine Gewichtsbeschränkung für Fahrzeuge. Das bedeutet, dass dieses Teilstück von Lkw aller Art genutzt werden kann.

Im Bereich vor den Schulen sollen auch die Parkplätze wegfallen.

Im Bereich vor den Schulen sollen auch die Parkplätze wegfallen. © Jörg Bauerfeld

In Anbetracht der zahlreichen Schulkinder, die hier morgens und nachmittags unterwegs sind, sorgt diese Tatsache für Ärger bei den Bürgern. Jetzt soll die Straße großzügig umgebaut werden. Was aber passiert danach?

Das Tiefbauamt hat im Falle des Teilstückes der Straße Am Hombruchsfeld, das an den Schulen und Sportstätten vorbeiführt, nach dem Umbau ein Lkw-Verbot zugesagt.

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Aber was passiert mit dem südlichen Teil zwischen Zille- und Löttringhauser Straße? Diese bekommt nach den Kanalarbeiten auch ein anderes Aussehen. Die Fahrbahn wird für Autofahrer schmaler, für Radfahrer breiter.

„Es gibt im Bereich der Einmündung zur Lütgenholthauser Straße eine Kurve, wo heute schon die Autofahrer den Radweg und Bürgersteig nutzen, weil hier sehr zügig gefahren wird“, sagt Burkhard Gschwind, Anwohner der Löttringhauser Straße, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung: „Daher sollte man dringend auch in diesem südlichen Teil der Straße Am Hombruchsfeld ein Verbot für Lkw aussprechen.“

Schulkinder in Gefahr

Denn auch hier würden immer viele der Schulkinder unterwegs in Richtung Schulzentrum sein. Die Gefahr hier sei genauso groß wie an dem Teil der Straße Am Hombruchsfeld, auf der bald ein Lkw-Verbot gelten soll, so Gschwind.

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Notfalls werde man das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen anrufen, um einen Baustopp zu erwirken. Die Krux sei auch, dass der Bereich von der Lütgenholthauser Straße bis Zillestraße zweispurig mit einer Fahrbahnbreite von 4,50 Meter ausgebaut werden soll. „Wie das dann mit einem Lkw passt, der ja auch eine Breite von circa 2,55 Meter hat, weiß ich nicht. Hier wird zwangsläufig der Radweg mit überfahren“, so Holger Gschwind.

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