Abfall im Gebüsch: Dieser neue Fußgängerweg in Hombruch hat einen entscheidenden Mangel

rnNeubaugebiet Luisenglück

Der neue Fußgängerweg zwischen Luisenglück und der Bahnhaltestelle „Eierkampstraße“ in Hombruch wird oft genutzt. Doch am Wegesrand sammelt sich der Müll. Das sind die Gründe.

von Marc Dominic Wernicke

Hombruch

, 13.11.2019, 16:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Juli wurde an der U42-Haltestelle „Eierkampstraße“ ein sicherer Übergang zum neuen Fußgängerweg Richtung Luisenglück geschaffen. Seitdem erweist sich dieser Weg als praktische Abkürzung zwischen der Haltestelle und dem angrenzenden Gewerbegebiet. Doch mit der stärkeren Nutzung kommt auch der Abfall – und der bleibt oft im Gebüsch liegen.

Der neue Weg wird regelmäßig zugemüllt

Zwischen dem Gleisübergang und dem nahegelegenen Parkplatz liegt alles voll mit Müll. Auf einer Strecke von rund 60 Metern findet man Glasflaschen, Plastikbeutel, Bäckertüten und Verpackungen aller Art.

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Unmittelbar neben dem Weg befinden sich hier ein Aldi und ein dm-Drogeriemarkt. Darüber hinaus gibt es in der Nachbarschaft auch den Kaufland-Supermarkt und ein Bäckereicafé. Zerknüllte Kassenbons auf dem Boden lassen vermuten, dass viele der weggeworfenen Verpackungen von Kunden dieser Betriebe stammen.

Abfalleimer: Fehlanzeige

Trotz des erhöhten Abfallaufkommens gibt es entlang des Weges keinen einzigen Mülleimer. Die nächstgelegenen Abfalleimer stehen an der U42-Haltestelle, sind also nur für U-Bahnfahrer ohne Umweg erreichbar. Weitere Mülleimer gibt es nur noch auf der entfernten Seite des Parkplatzes im direkten Umfeld der Betriebe.

Abfall im Gebüsch: Dieser neue Fußgängerweg in Hombruch hat einen entscheidenden Mangel

Flaschen, Verpackungen, Bäckertüten und anderer Müll sammeln sich am Rand des Weges am Luisenglück. © Marc D. Wernicke

Der Dortmunder Entsorgungsbetrieb EDG sieht sich nicht in der Verantwortung. Der Weg befinde sich auf einem Privatgrundstück, daher sei man weder für dessen Reinigung noch für die Aufstellung von Mülleimern zuständig, schreibt EDG-Sprecherin Petra Hartmann.

Der Bezirksbürgermeister bittet um eine Lösung

Das Grundstück, über das der Weg verläuft, gehört der H.H. Immobiliengesellschaft. Sie entwickelt am Luisenglück ein neues Wohn- und Gewerbegebiet. Für Nachfragen war die Gesellschaft telefonisch bislang nicht erreichbar.

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„Ich habe die Gesellschaft darum gebeten, diese Situation auch in ihrem eigenen Interesse zu verbessern“, sagt der Hombrucher Bezirksbürgermeister Hans Semmler. Derzeit (Stand 13. November) warte er noch auf eine Antwort von der Immobiliengesellschaft.

„Ich werde mir die Situation vor Ort auch zeitnah genauer ansehen“, verspricht Semmler, „Drecksecken möchten wir in unserem Stadtbezirk nicht, aber wir sind auch überall auf die eigene Vernunft der Bürger angewiesen.“

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