Mängel in der Märchensiedlung: Mieterin beklagt undichte Fenster

rnWohnen in Eving

Undichte Fenster, abbröckelnder Putz, schwer zugängliche Briefkästen - nicht zu knapp fällt die Kritik an der Renovierung im Elfenweg in Eving aus. Ein Umstand erschwert den Mangel noch.

Eving

, 02.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wanda Schwagerick (69) wohnt schon seit über 25 Jahren am Elfenweg 7. Und sie wohnt eigentlich gerne dort: Sie liebt die ruhige Wohngegend der Märchensiedlung, versteht sich gut mit den Nachbarn, hat dort viele Erinnerungen an ihren Mann, der im vorigen Jahr plötzlich gestorben ist. Hinter dem Haus steht noch der schöne Pavillon, den er aufgebaut hat und wo die Hausbewohner viele gesellige Stunden verbracht haben. Doch die Evingerin ärgert sich über die aus ihrer Sicht mangelhafte und unvollständige Renovierung ihrer Wohnung und der ganzen Häuserreihe.

Mängel in der Märchensiedlung: Mieterin beklagt undichte Fenster

Nach Aussagen der Mieterin Wanda Schwagerick sind die Fenster trotz der Isolierung undicht. Weiterhin dringe Wasser ein. © Uwe Brodersen

Im Sommer seien neue Fenster eingebaut worden, doch seien diese undicht. Im September sei dann nachträglich eine Leiste unter dem Fenster zum Abdichten eingesetzt worden. Doch nach wie vor dringe Wasser ein. Der Isolierstoff zum Abdichten werde von Vögeln aufgepickt.

Außerdem seien die Häuser nicht gedämmt, beklagt Wanda Schwagerick. „Hier bröckelt der alte Putz ab“, sagt sie und demonstriert es mit der Hand an der Hauswand. Auch ein Anstrich fehle dringend.

Die Zeitung legt der Bote in eine Plastiktüte an der Haustür

Eine neue Haustür ist eingebaut worden, doch auch hier ergibt sich ein Problem. „Die Briefkästen befinden sich nun im Haus. Der Briefträger beziehungsweise Zeitungsbote hat keinen Zugang, wenn ihm niemand öffnet“, schildert die Evingerin. Die Zeitung lege der Bote derzeit in eine Plastiktüte, die sie an die Haustür gehängt habe, aber das könne doch keine dauerhafte Lösung sein. Ebenfalls keinen guten Eindruck mache die Tatsache, dass immer noch Grünschnitt hinter den Häusern herumliege, bemängelt die Mieterin. Auch einen Balkon hätte Wanda Schwagerick an dem alten Zechenhaus gern. Das wäre zu teuer, habe man ihr geantwortet. Dabei wäre sie bereit, auch etwas mehr Miete dafür zu bezahlen. Derzeit beträgt die Warmmiete für ihre 51-Quadratmeter-Wohnung rund 370 Euro.

Mängel in der Märchensiedlung: Mieterin beklagt undichte Fenster

„Dieses Haus sieht gut aus und hat sogar Balkone", schwärmt Wanda Schwagerick von einem renovierten Haus am Wassermannweg, ebenfalls in der Märchensiedlung. © Uwe Brodersen

Die Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co.KG in Ascheberg, die die Häuser Elfenweg 1, 3, 5 und 7 für den Eigentümer verwaltet, wollte zu diesen Kritikpunkten und Fragen keine Stellung nehmen. Eine schriftliche Anfrage unserer Redaktion blieb unbeantwortet.

Man könne aber die Dinge doch nicht so lassen, kritisiert die Mieterin. Es sei ihr peinlich, Freunde in ihre Wohnung einzuladen, solange die von der GVG verwalteten Häuser in einem solchen Zustand seien.

Die Umgebung zeigt, wie es gemacht werden könnte

Und dann führt sie den Besucher ein wenig durch die Siedlung und zeigt ihm schmuck aussehende Häuser am Wassermann- und am Nixenweg. Das macht den Mangel psychologisch noch schwieriger zu ertragen. „Das sind baugleiche Häuser, die gut renoviert worden sind“, schwärmt sie. „Im Grunde ist das hier eine wunderschöne Siedlung“, sagt sie und hofft, dass es bei ihr im Elfenweg doch noch Verbesserungen gibt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt