Mahnende Worte zur Bahnhofseröffnung

Hauptbahnhof Dortmund

Das sanierte Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs ist nun auch offiziell eröffnet. Doch bei der offiziellen Feier am Samstag gab es statt Lob eher dringliche Wünsche nach einer Fortsetzung des Bahnhofsumbaus.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 18.06.2011, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Und die Bahn sieht Sierau nun in der Pflicht, die Sanierung der Verkehrsstation zügig anzugehen. "Noch in diesem Jahr muss eine Entscheidung von Bund, Land und Bahn zur Zukunft des Bahnhofs fallen", nannte der OB ein klares Zeitziel. Zuletzt hatte die Bahn die Vorlage von Umbauplänen für den Herbst angekündigt. Darauf wollte sich Martin Sigmund als Regionalchef der Bahntochter Station und Service an diesem Samstag nicht festlegen. Man habe mit den Vorplanungen begonnen, verkündete er. Ähnliches war freilich schon 2008 zu hören.

Immerhin: Die Notwendigkeit weiterer Investitionen stellte Sigmund nicht in Abrede. "Wir sind uns im Klaren, dass es einen Gesamtumbau geben muss", erklärte der Bahn-Regionalchef und nannte als eine dringliche Aufgabe dabei den behindertengerechten Ausbau der Bahnstation. Die Frage, wann der Umbau beginne, sei allerdings noch nicht zu beantworten.  Sigmund bemühte sich aber auch die erledigte Sanierung des Empfangsgebäudes ins rechte Licht zu rücken und die Investitionssumme von 23 Mio. Euro - bei der Bund und Land den Löwenanteil tragen - zu erklären. Von dem 50er-Jahre-Bahnhofsgebäude seien eigentlich nur die Umrisse geblieben, erläuterte Sigmund. Vieles was gemacht werden musste etwa in Sachen Brandschutz und Sicherheitstechnik, sei von außen allerdings nicht sichtbar. Schade war, dass das Eröffnungsfest fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Nur wenige Zuschauer verloren sich vor der Bühne auf der eigens gesperrten Taxi-Vorfahrt am Königswall. Die Bahn hatte zwar hochkarätige Künstler wie den Sänger Laith Al-Deen verpflichtet, aber offensichtlich schlicht vergessen im Vorfeld ausreichend Werbung für die Veranstaltung zu machen.

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