Mann zündet eigene Wohnung an - und geht direkt zur Polizei

Brand in der Nordstadt

Hausbrand im Herzen der Nordstadt: Ein Dortmunder hat am Mittwoch seine Wohnung in der Nordstraße angezündet. Noch während die Feuerwehr die Flammen löschte, ging der Mann zur Polizei.

Dortmund

, 15.04.2020, 21:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Brandwohnung im Dachgeschoss des Mehrfamlilienhauses in der Nordstraße ist nach dem Feuer erst einmal unbewohnbar.

Die Brandwohnung im Dachgeschoss des Mehrfamlilienhauses in der Nordstraße ist nach dem Feuer erst einmal unbewohnbar. © David Peters

Nur wenige Meter vom Nordmarkt entfernt wuchs am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr plötzlich eine dicke Rauchsäule in den Himmel über der Nordstadt: Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Nordstraße brannte eine Wohnung lichterloh. Damit die Feuerwehr für ihren Löscheinsatz genug Platz hatte, sperrten Polizei und Ordnungsamt die umliegenden Straßen ab.

Noch während die Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpften, meldete sich der 42-jährige Mieter der betroffenen Wohnung bei der Polizei. „Er gab an, das Feuer gelegt zu haben“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Der Mann sei vermutlich psychisch krank, so die Polizei weiter: „Das Motiv des 42-jährigen Mannes liegt im persönlichen Bereich.“

Der Dortmunder wurde vorläufig festgenommen, gegen ihn wird wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung ermittelt.

Die Feuerwehr, die mit zwei Löschzügen und knapp 50 Einsatzkräften vor Ort war, erklärte die Brandwohnung im 5. Stock und die darunterliegende Wohnung für unbewohnbar.

Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die in dem Haus zur Hilfe eilen wollten, mussten ins Krankenhaus. Bei ihnen besteht der Verdacht auf Rauchvergiftung. Hausbewohner wurden nicht verletzt - laut Feuerwehr war zum Zeitpunkt des Feuers niemand sonst im Haus.

Lesen Sie jetzt

Ein libanesisches Restaurant in der Nordstadt ist am Samstagabend von der Feuerwehr wegen Rauchs geräumt worden. Die Einsatzkräfte brauchten eine Weile, bis sie die Ursache fanden. Von Alexandra Wachelau

Lesen Sie jetzt