Mario Krüger ist OB-Kandidat der Grünen

DORTMUND Die Grünen schicken ihren Ratsfraktionssprecher Mario Krüger als OB-Kandidat ins Rennen. Mit 40 von 51 gültigen Stimmen setzte er sich bei der Grünen-Mitgliederversammlung klar gegen seinen Konkurrenten, den stellv. Bezirksbürgermeister der Innenstadt- West Friedrich A. Roesner, durch. Offen ist aber, ob er am Ende auch wirklich zur Wahl antritt.

von Von Oliver Volmerich

, 15.10.2008, 22:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mario Krüger ist OB-Kandidat der Grünen

Mario Krüger geht für die Grünen als OB-Kandidat ins Rennen.

 

Halten die Grünen an einem eigenen Kandidaten zur OB-Wahl fest oder unterstützen sie am Ende doch noch den Bewerber der SPD? Das war neben der Wahlentscheidung am Mittwochabend die spannendste Frage auf der Mitgliederversammlung des Grünen-Kreisverbandes. Klar ist: SPD und Grüne, seit 2004 Partner im Rathaus, nähern sich mit Blick auf die Kommunalwahl 2009 wieder aneinander an. Eine Unterstützung des amtierenden Oberbürgermeisters Dr. Gerhard Langemeyer hatten die Grünen vor Wochen  noch ausgeschlossen und sich für einen eigenen Kandidaten ausgesprochen. Nach dem Verzicht Langemeyers haben sich die Vorzeichen allerdings geändert, wie auch auf der Mitgliederversammlung deutlich wurde. Bei der SPD habe es eine „begrüßenswerte Entwicklung gegeben“, erklärte etwa die Grünen-Landesvorsitzende Daniela Schneckenburger. Deshalb müssten auch die Grünen die Situation mit Blick auf die OB-Wahl neu bewerten.  „Die Tür ist wieder ein Stück offen“, sagte Schneckenburger.

  Und auch der frisch gewählte OB-Bewerber Mario Krüger hält es für möglich, zu einem späteren Zeitpunkt auf die Kandidatur zu verzichten und den SPD-Bewerber zu empfehlen. Klar ist: Es geht um politische Inhalte. So könnte die Zustimmung zu einem SPD-Kandidaten etwa von Zugeständnissen in Sachen Flughafen-Ausbau oder Festhalten am Sozialticket abhängig sein. „Wir lassen uns nicht mit Worten abspeisen“, drängt Krüger auf feste Vereinbarungen. Und sieht dabei die Kür eines eigenen OB-Kandidaten als Faustpfand. Krüger: „Wir wollen aus einer Position der Stärke mit der SPD verhandeln“. Auch die Sozialdemokraten setzen auf die Zusammenarbeit mit den Grünen. Man habe sich bereits verabredet, um im Vorfeld der Kommunalwahl über inhaltliche Fragen, aber sicherlich auch über Personal zu sprechen, bestätigt SPD-Unterbezirkschef Franz-Josef Drabig neue Gesprächsbereitschaft.

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