Trotz der anhaltenden Corona-Kriese boomt der Büromarkt in Dortmund. © picture alliance/dpa
Immobilien in Dortmund

Markt für Büroimmobilien in Dortmund boomt – trotz Corona-Pandemie

Trotz der andauernden Corona-Krise und dem Homeoffice-Boom steigt die Nachfrage nach Büroimmobilien in Dortmund weiter an. Mitverantwortlich ist dafür vor allem ein Unternehmen.

Der Flächenumsatz in Dortmund befindet sich in diesem Jahr auf einem Rekordkurs: Rund 96.000 Quadratmeter Bürofläche wurden bis Ende September neu vermietet, verkauft oder zur Eigennutzung gebaut. Das entspricht 123 Prozent des Vorjahresergebnis und ist der stärkste Anstieg im bundesweiten Vergleich. Das ergab eine Analyse des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate.

Die stark steigende Nachfrage lässt sich laut Amedeo Augenbroe, Leiter der Essener Niederlassung der BNP Paribas Real Estate GmbH, besonders auf ein Unternehmen zurückführen: den IT-Dienstleister Adesso. Der mietete dieses Jahr 11.300 Quadratmeter Bürofläche neu an. „Allein dieser Deal bescherte dem Dortmunder Büromarkt über die Hälfte des Flächenumsatzes im dritten Quartal“, erklärt er.

Sinkender Leerstand, steigende Mieten

Während die Neuvermietungen steigen, sinkt der Leerstand auf dem Dortmunder Büroflächen-Markt. Bis Ende September standen laut BNP Paribas Real Estate in Dortmund nur rund 3 Prozent der Büroflächen leer. In konkreten Zahlen sind das 97.000 Quadratmeter. Damit sinkt der Leerstand jetzt das dritte Quartal in Folge und liegt jetzt gut 8 Prozent niedriger als Ende des vergangenen Jahres.

Die durchschnittliche Miete ist im Vorjahresvergleich gestiegen. Mit 12 Euro liegt sie laut BNP Paribas Real Estate 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch die Miete in den Top-Lagen ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent gestiegen. Aktuell liegt sie bei 16,50 Euro pro Quadratmeter. Damit konnten die Mieten in Dortmund auch während der anhaltenden Pandemie eine deutliche Steigerung verbuchen.

Neuer Rekordwert Ende 2021 möglich

„Anders als die meisten anderen Standorte hat der Dortmunder Büromarkt den Auswirkungen der Corona-Pandemie getrotzt“, bilanziert Amedeo Augenbroe. Trotz des schwierigen Umfelds erreiche der Markt eine Umsatzsteigerung. „Im bundesweiten Vergleich gehört Dortmund damit zu den wenigen Städten, denen dies gelungen ist.“

Da sich auch für das Schlussquartal eine hohe Nachfrage abzeichne, sei nicht auszuschließen, bis Ende des Jahres den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2016 zu brechen. In dem Jahr wurden insgesamt 115.000 Quadratmeter Flächenumsatz gemacht.

Mit diesen Zahlen kann Dortmund im lokalen Vergleich bestehen. Sowohl Essen als auch Düsseldorf unterschritten ihr Vorjahresergebnis von Ende September. Laut verschiedenen Pressemitteilungen der BNP Paribas Real Estate ist die Flächennutzung in Essen um 14, in Düsseldorf um 6 Prozent zurückgegangen.