Maskenmuffel mit zwei Identitäten gibt frauenfeindliche Kommentare ab

Hauptbahnhof Dortmund

Kein Mund-Nasen-Schutz, zwei Identitäten und frauenverachtende Kommentare gegenüber einer Bahnmitarbeiterin haben einem 22-Jährigen am Dortmunder Hauptbahnhof mehrere Anzeigen eingehandelt.

Dortmund

30.11.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein 22-jähriger Maskenverweigerer soll am Sonntagmorgen (29.11.) im Dortmunder Hauptbahnhof frauenverachtende Kommentare gegenüber einer Bahnmitarbeiterin geäußert und zwei Mitarbeiter anschließen angegriffen haben. Das berichtet die Bundespolizei.

Gegen fünf Uhr seien die Bundespolizisten zum Haupteingang des Hauptbahnhof gerufen worden, wo bereits zwei Bahnmitarbeiter den 22-Jährigen am Boden fixierten, heißt es. Dieser soll sich nach Angaben der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ohne Maske im Bahnhofsgebäude aufgehalten haben.

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Obwohl er auf die Maskenpflicht hingewiesen worden sei, habe er sich geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Auch habe er den Hauptbahnhof nach Aufforderung nicht verlassen.

Frauenverachtende Kommentare

Zu einer 60-jährigen Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes meinte er: "Du hast in dem Job nichts zu suchen, bleib zu Hause und koch!". Zudem sagte er, sie habe grundsätzlich ihre Beine für Männer zu spreizen. Im Anschluss soll er die Mitarbeiter mit Ellenbogenschlägen in Richtung Gesicht angegriffen haben.

Auf der Wache der Bundespolizei sei festgestellt worden, dass er sich mit gleich zwei Identitäten im Bundesgebiet aufhalte – dennoch sei er später entlassen worden, weil er über einen Wohnsitz in Dortmund verfüge. Mehrere Strafverfahren seien eingeleitet worden.

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