Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt: Wo darf ich noch essen und trinken?

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Darf ich auf dem Wochenmarkt in der Dortmunder Innenstadt noch etwas essen? Welche Regeln gelten nach der Einführung der Maskenpflicht? Es ist einfach und gleichzeitig kompliziert.

Dortmund

, 11.11.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bratwurst vom Grill. Backfisch oder Reibekuchen aus dem heißen Fett. Die frischgebackene Waffel. Viele Dortmunder zieht es genau deswegen auf den Wochenmarkt in der Innenstadt.

Doch seit Anfang November gilt dort Maskenpflicht – ganz gleich, ob bei den größeren Markt-Varianten am Mittwoch oder Samstagmorgen oder bei der kleineren Version am Freitag.

Spezielle Bereiche? Eindeutige Antwort der Stadt

Was aber, wenn ich wegen Wurst, Waffel oder Backfisch dort bin? Darf ich dann die Maske kurz abnehmen? Gibt es spezielle Bereiche, in denen das Essen erlaubt ist?

Die Antwort der Stadt Dortmund ist eindeutig: „Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen ist derzeit untersagt, darunter fällt auch die Abgabe von Speisen/Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle auf den Wochenmärkten.“

Bratwurst kaufen – und 50 Meter weiter essen? Ja, aber...

Einzig erlaubt: der Verkauf zum Mitnehmen. Dabei gilt dieselbe Regel wie bei allen Restaurants und Cafés, die derzeit Essen und Trinken „to go“ anbieten: Im Umkreis von 50 Metern ist der Verzehr untersagt.

Aha, eine Lücke in der Regelung? Darf ich also die Bratwurst vom einen Ende des Marktes 60 Meter entfernt auf der anderen Seite des Marktes essen?

Nein, verdeutlicht Marktsprecher Nils Schulte: Die Maskenpflicht gelte ja für den kompletten Bereich.

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Maskenpflicht gilt nicht nur auf dem Markt

Noch komplizierter wird es dadurch, dass hinter der Marktfläche direkt der nächste Bereich beginnt, auf dem Mund und Nase bedeckt sein müssen: der Westen- und Ostenhellweg. Wurst und Reibekuchen dürfen also nicht dort gegessen werden, sondern nur auf einer der kleineren Nebenstraßen oder den Plätzen nebenan.

Wer sich nicht daran hält, dem drohen hohe Strafen. Das Bußgeld beträgt 200 Euro, genau wie schon im Frühjahr, als Cafés und Restaurants zum ersten Mal nur Außer-Haus-Verkauf betreiben durften.

Maske ab? Nur in absoluten Ausnahmefällen

Nur in absoluten Ausnahmefällen dürfen die Besucher des Wochenmarktes etwas essen oder trinken: „wenn andernfalls gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen“, wie die Stadt Dortmund unterstreicht.

„Hunger“ oder „Durst“ an sich seien da keine Argumente, heißt es. Auch eine Ausnahme zum Rauchen gibt es nicht. Hingegen könne „die Alltagsmaske vorübergehend abgelegt werden, wenn das zur Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen erforderlich ist“.

Der Wochenmarkt in der Dortmunder Innenstadt findet mittwochs von 7 bis 14 Uhr, freitags von 8 bis 15 Uhr sowie samstags von 7 bis 15 Uhr statt.

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