Mediziner fürchten Wirkverstärker im Serum

Schweinegrippe

DORTMUND Stellt euch vor, es gibt endlich den Impfstoff gegen Schweinegrippe und keiner will ihn. Beim medizinischen Personal in Dortmund scheint sich auf breiter Front eine hartnäckige Abneigung gegen die Impfung zu formieren.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 20.10.2009, 05:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stiko (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) eine Empfehlung zur Impfung gegen die Neue Influenza gegeben.

Die Stiko (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) eine Empfehlung zur Impfung gegen die Neue Influenza gegeben.

Auf der Internet-Seite des Infodienstes heißt es u. a.: „Mit Wirkverstärker-Vakzinen (Impfstoffe, Anm. d. Red.) gegen Schweinegrippe verlassen Zulassungsbehörden und Hersteller die Strategie, eine optimale Verträglichkeit von Impfstoffen sicher zu stellen und verstoßen gegen ein Grundprinzip des vorbeugenden Verbraucherschutzes.“ Und: „Nach wie vor verläuft die Schweinegrippe in Deutschland milde. Eine Massenimpfung mit den in Europa avisierten Impfstoffen könnte die größere Gefährdung bedeuten.“ Insgesamt sollen nun ca. 140 niedergelassene Praxen in Dortmund den Impfstoff verabreichen, wenn er Anfang nächster Woche auf den Markt kommt.

Das Gesundheitsamt erteilt am Mittwoch nähere Informationen. Die offizielle Lesart bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) lautet: „Wenn das Gesundheitsministerium eine Impfempfehlung herausgibt, dann halten wir uns daran“, so KV-Sprecher Andreas Daniel. Gleichwohl: Es bliebe die individuelle Entscheidung eines jeden Bürgers.

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