Mehr Platz für "Anne-Frank"

DORTMUND Der Protest der Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule gegen die unhaltbaren unhaltbaren Zustände in ihrem Schulgebäude scheint zu wirken: Die Stadt nimmt nun doch einen Umbau an der Burgholzstraße in der Nordstadt in Angriff.

von Von Oliver Volmerich

, 06.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Mehr Platz für "Anne-Frank"

Abgerissen werden soll das Gebäude der Anne-Frank-Gesamtschule an der Burgholzstraße 150.

Möglich wird das mit Hilfe eines Dritten: Der Vincke-Grundschule, die im gleichen Gebäudekomplex wie die Anne-Frank-Gesamtschule an der Burgholzstraße 120 untergebracht ist, soll umziehen, kündigte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands an.

Die Grundschüler bekommen einen Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das freiwerdende Gebäude wird dann – voraussichtlich im Jahr 2010 – umgebaut und kann danach von der Gesamtschule genutzt werden. Der zweite Schulstandort an der Burgholzstraße 150 kann dann aufgegeben werden und wird abgerissen, statt saniert, erklärt Langemeyer. Das Mensa-Problem für die Anne-Frank-Gesamtschüler will man übergangsweise mit einem Caterer lösen.

Bis Ende 2009 könnte der Neubau der dreizügigen Grundschule mit aktuell 287 Schülern entstehen, verbreitete Langemeyer gestern Hoffnung. Realisieren will die Stadt das Vorhaben haushaltsschonend und unabhängig von der bestehenden Prioritätenliste für den Schulbau mit privater Hilfe. Denn das neue Grundschul-Gebäude soll nach erfolgreichem Vorbild etwa der Hansa-Grundschule in Huckarde in einem so genannten PPP-Modell, also in öffentlich-privater Partnerschaft entstehen. „Mietkosten werden für den Haushalt damit erst bei Inbetriebnahme des Gebäudes fällig – also frühestens Ende 2009“, erklärt Langemeyer.

Ausgeguckt ist eine Fläche auf der dem alten Standort gegenüberliegenden Seite der Burgholzstraße, das zur Zeit als Grabeland genutzt wird. Den Grabeland-Pächtern werden dann Flächen in benachbarten Kleingarten-Anlagen angeboten.

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