Zum Klimastreik am Freitag droht ein Verkehrschaos in Dortmund

rnTausende Demonstranten

Die For-Future-Bewegungen haben weltweit zum Klimastreik aufgerufen. In Dortmund werden am Freitag tausende Demonstranten erwartet. Die Pläne haben große Auswirkungen - ein Überblick.

Dortmund

, 19.09.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Freitag (20.9.) haben die For-Future-Bewegungen, zu denen neben Fridays for Future auch Gruppen wie Parents for Future gehören, zu einer gemeinsamen, globalen Demonstration aufgerufen. Sie fordern Arbeitnehmer auf, die Arbeit am Freitag niederzulegen und für Klimagerechtigkeit auf die Straße zu gehen.

Die gesamte Aktion steht unter dem Motto „#AllesFürsKlima“. Auch in Dortmund haben die lokalen Gruppen eingeladen, sich am Klimastreik zu beteiligen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

? Wann und wo findet der Klimastreik statt?

Wie bei den übrigen Freitags-Demonstrationen startet die Versammlung um 12 Uhr auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus. Die Veranstaltung wird voraussichtlich bis etwa 15 Uhr gehen.

? Wie viele Teilnehmer werden erwartet?

Polizei und die Veranstalter Fridays for Future Dortmund rechnen mit rund 5000 Klimaaktivisten.

? Haben sich für die Demo besondere Gruppen angekündigt?

Neben den For-Future-Bewegungen - beispielsweise Parents for Future und Scientists for Future - haben auch die katholische Stadtkirche sowie die evangelische Kirche zum Protest aufgerufen. Laut Therese Kah von Fridays for Future hat sich außerdem die Gruppe „Entrepreneurs for Future“ in der vergangenen Woche neu in Dortmund gegründet.
Fridays for Future sind zudem mit Gewerkschaften und Händlern, die sich am Streik beteiligen wollen, im Gespräch. Bislang hat unter anderem die Industriegesellschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bochum-Dortmund ihre Beschäftigten zur Teilnahme aufgerufen. Auch das Reiseunternehmen FlixBus hat es seinen Fahrern freigestellt, an den Protesten teilzunehmen.

? Welche Aktionen haben die For-Future-Bewegungen geplant?

Zum Auftakt sollen laut Kah drei Vorträge gehalten werden sowie zwei Bands spielen. Die Reden halten Mitglieder von Fridays for Future, Parents for Future und Seebrücke Dortmund. Anschließend teilt sich die Gruppe in zwei Teile. Der eine zieht über die Kleppingstraße in Richtung Wall, der andere über die Hansastraße.

? Worauf müssen sich Autofahrer einstellen?

Chaotisch wird es vor allem auf dem und um den Wall: Dort soll es ab etwa 13 Uhr eine Menschenkette geben, möglichst ringsherum. „Wir wollen, wenn möglich, die Hauptkreuzungen am Wall lahmlegen, um viel Aufmerksamkeit zu erzeugen“, sagt Antonio Pittau von Fridays for Future Dortmund. Ungefähr eineinhalb Stunden sollte es Probleme auf dem Wall geben.

? Und Aktionen außerhalb der Demonstration?

Die Dortmunder Kirchen haben für 11.30 Uhr zu einem Innehalten zur Klima-Gerechtigkeit mit ökumenischem Gebet vor der Stadtkirche St. Reinoldi eingeladen. Anschließend will man sich der Kundgebung anschließen.

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