Mehrheit für den Trink-Raum nach Kieler Vorbild

Nordmarkt

DORTMUND Die politische Mehrheit für den „Trink-Raum“ in der Nordstadt steht. Mit den Stimmen von CDU, FDP/Bürgerliste, Grünen und Linken beauftragte der Ausschuss für Bürgerdienste am Dienstag einen festen Treff für Alkoholiker nahe des Nordmarktes auf den Weg zu bringen.

von Von Oliver Volmerich

, 03.02.2010, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mehrheit für den Trink-Raum nach Kieler Vorbild

Die Pläne für einen so genannten Trinker-Raum als betreuter Treffpunkt für die Alkoholiker-Szene vom Nordmarkt nimmt Fahrt auf.

Von Schnellschuss könne wohl keine Rede sein, konterte Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste). „Wir eiern doch in der Sache schon lange herum und sollten endlich klare Ziele und Arbeitsaufträge geben“, erklärte er mit Blick auf die monatelange Diskussion. Immerhin geht Ordnungsdezernent Wilhelm Steitz davon aus, dass die von ihm selbst in Kiel erkundete Idee eines Trink-Raums in das Konzept der Verwaltung einfließen wird. Und auch Goosmann wollte nicht ausschließen, dass seine Fraktion dem Vorschlag später zustimmen könnte. SPD-Ratsfrau Dr. Marita Hetmeier, die massiv gegen einen so genannten Saufraum zu Felde zieht, spreche nicht für die gesamte SPD.

Beschlossen wurde vom Ausschuss auch die Ausweitung der Ordnungspartnerschaften, auf die sich SPD und CDU geeinigt hatten. Die Doppelstreifen sollen in zwei Schritten auf zunächst 35 und später auf 48 aufgestockt werden. Wobei es schon schwierig sein wird, die bereits beschlossene Besetzung aller 25 aktuellen Stellen bei der Stadt zu realisieren.   „Das ist in haushaltsloser Zeit nur mit Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung möglich“, betonte Steitz. Und auch Ordnungsamtsleiter Ortwin Schäfer bremste die Euphorie mit Hinweisen auf die schwierige Personalsuche innerhalb der Verwaltung für die weiteren Stellen. 

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