Von der „Wurfmaschine“ zur Familienhündin: Elli erkämpft sich Normalität

Mein liebstes Haustier

Die sechsjährige Hündin Elli lebt seit dem vergangenen Jahr bei Familie Johl in Huckarde. Vorher musste sie einiges erdulden. Futter auf dem Teller war für sie etwas ganz Neues.

von Tobias Weskamp

Huckarde

, 02.10.2019, 08:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Von der „Wurfmaschine“ zur Familienhündin: Elli erkämpft sich Normalität

Elli hat sich in das Herz der Familie Johl "geschlichen". © Ilse Johl

Sie ist erst sechs Jahre alt, aber in ihrem Hundeleben musste die Chihuahua-Hündin Elli schon einiges erdulden. „Weil sie so schön ist, musste sie leiden“, bedauert ihr Frauchen Ilse Johl aus Huckarde. „Sie wurde sechs Jahre lang in einem dreckigen Käfig gehalten und musste Welpen produzieren, die dann für billiges Geld verkauft wurden.“ Danach wurde Elli „entsorgt“.

Elli lernt ein normales Leben kennen

Als Ilse Johl die drei Kilogramm leichte Hündin 2018 als Pflegehund bekam, kannte sie nichts. „Sie hatte Angst vor allem, was sich bewegte. Sie kannte kein Gras unter den Pfoten!“ Spaziergänge waren nicht möglich. Eine Leine und sogar das Futter auf einem Teller waren Elli fremd. „Jedes Geräusch draußen - alles versetzte sie in Panik.“

Weil die Hündin sehr ängstlich war, konnte sie anfangs nicht vermittelt werden. „Aber die kleine Elli hat sich in das Herz meines Mannes geschlichen“, erinnert sich Ilse Johl. Daher wollte er sie nicht mehr hergeben.

So ist Elli geblieben und die Familie übt weiter mit ihr. Kleine Spaziergänge absolviert sie inzwischen mutig. Den Garten am Haus hat sie schon zu ihrem Revier gemacht. Futter wird vom Teller und nicht mehr vom Boden gefressen. Autos sind ihr immer noch nicht geheuer. „Jogger und Radfahrer sind okay“, sagt Ilse Johl. Spaziergänger, die langsam auf sie zukommen, bereiten ihr aber immer noch etwas Angst. Aber mit der Zeit wird es noch besser werden, meint Ellis Frauchen.

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