Messer-Angriff in der Nederhoffstraße - Ermittlungen eingestellt

Keine Täter-Hinweise

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat das Ermittlungsverfahren nach einer Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen 24-jährigen Aktivisten der Linksjugend "Solid" eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft sei der 24-Jährige nicht bereit gewesen, sich rechtsmedizinisch untersuchen zu lassen.

DORTMUND

, 06.02.2017, 16:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Antifaschist hatte der Polizei berichtet, am 14. August 2016 auf der Nederhoffstraße im Unionviertel von drei vermummten Personen angegriffen worden und mit einem Messer verletzt worden zu sein. Die Angreifer seien zuvor aus einem PKW gestiegen.

Nach dem Angriff war der 24-Jährige zunächst nach Mühlheim an der Ruhr gefahren. Mit dem Zug kehrte er nach Dortmund zurück. Gegen Mitternacht erstattete er die Anzeige. „Wir konnten keinen Täter ermitteln“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Polizei suchte Zeugen für die Tat, erhielt aber keine Hinweise.

Laut Staatsanwaltschaft sei der 24-Jährige nicht bereit gewesen, sich rechtsmedizinisch untersuchen zu lassen. Das aber wäre ein Standard. Tage später überfielen Unbekannte auf der Herderstraße in der Nordstadt eine 53-jährige Frau und zwei 41 und 51 Jahre alte Männer. Die drei sind Mitglieder der Neo-Nazi-Szene und waren nach einer Demonstration in der Innenstadt auf dem Weg nach Hause.

Vier bis sechs vermummte Angreifer setzten Pfefferspray und einen Baseballschläger ein. Sie raubten eine Bauchtasche. Die Ermittlungen führte damals der Staatsschutz der Kriminalpolizei, da der Verdacht auf einen politischen Hintergrund nahe lag. „Auch in diesem Fall haben wir bisher keine Täter ermitteln können“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler warten noch auf die Ergebnisse einer DNA-Untersuchung.

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