Nach Beermann-Schließung: Riesenandrang in neuer Filiale von Metzger Dilchert in Mengede

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Die Nachricht der Schließung war ein harter Schlag für die Stammkunden der Fleischerei Beermann in Mengede. Nun hat die Metzgerei wieder geöffnet. Anderer Name, deftiges Angebot.

Mengede

, 24.01.2020, 15:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Der Laden ist klein, deshalb sieht es so voll aus“, scherzt Frank Dilchert. Stimmt nicht, es ist richtig voll. Die automatische Schiebetür steht nicht still. Metzger Frank Dilchert ist glücklich mit der Entscheidung, die Beermann-Filiale in Mengede übernommen zu haben. Denn auch ein kleines Geschäft voller Kunden ist ein Erfolg.

Und seit der Wiedereröffnung in der vergangenen Woche sei die Metzgerei praktisch immer gut besucht. „Mengede hat uns sehr nett willkommen geheißen“, sagt Dilchert.

Damit ist es dem neuen Metzger wohl gelungen, die Stammkunden von Beermann zu erobern. Für die hat sich ja auch nicht viel verändert. Neue Farben, neue Lampen, mehr nicht – das Fleisch- und Wurstwaren-Angebot ist vergleichbar und auch eine der ehemaligen Beermann-Verkäuferinnen ist geblieben.

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Es wurde eng in der neuen Filiale in Mengede

Nur zwei Wochen Wartezeit mussten die Kunden überbrücken. In dieser Zeit wurde das Ladenlokal renoviert und besagte Verkäuferin lernte die neuen Artikelnummern in der Dilchert-Filiale am Platz von Leeds kennen.

Die Kunden kamen bei der Wiedereröffnung der Filiale in Mengede in so großer Zahl, dass es eng wurde in der Metzgerei an der Siegburgstraße. Das macht Dilchert stolz: „Das zeigt, dass die Kunden echte Frische immer noch schätzen.“ Dilchert beliefere jede seiner Filialen morgens mit täglich frisch zubereiteten Waren. Darunter kesselfrische Fleischwurst.

Mengeder Kunden mögen es deftig

Die Fleischwurst gehört zu den ersten Verkaufsschlagern der neuen Filiale. „Außerdem Mett und Mettwurst, die Mengeder mögen es scheinbar deftig“, sagt Frank Dilchert nach der ersten Woche an der Siegburgstraße.

Er hat bereits mehrere Filialen in Dortmund. Mengede kannte er aber noch nicht, als das Angebot kam, die Filiale zu übernehmen. „Dortmund mit seinen Nebenzentren ist schon speziell“, sagt er. Als er sich Mengede anschaute, sei er begeistert gewesen von der intakten Geschäftswelt.

Der Erfolg könnte für Dilchert ermutigend sein, auch an anderen Standorten im Ruhrgebiet Metzgerei-Filialen zu übernehmen, die – wie bei Beermann – aus Altersgründen schließen müssen.

Weitere Expansion scheitert an Fachkräftemangel

Doch Dilchert winkt ab. Denn der größte Wert einer Filiale scheint nicht die Lage zu sein, scheint nicht die Größe der Stammkundschaft zu sein, sondern ein anderer. „Man kann eine Filiale nur übernehmen, wenn man auch die dortigen Fachverkäuferinnen übernehmen kann.“

Das Problem sei der Fachkräftemangel. „Wenn man eine Filiale eröffnet und erst noch Verkäuferinnen suchen muss, dann kann man das vergessen.“ An diesem Problem werde eine weitere Expansion wohl scheitern.

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