Micro-Festival bringt Kulturen der Welt auf den Friedensplatz

Kleinkunst-Festival am Wochenende

Es ist ein Festival der Weltmusik und des internationalen Straßentheaters: Von Freitag (25.8.) bis Sonntag (27.8.) lockt das Micro-Festival wieder Tausende Besucher auf den Friedensplatz. Der Eintritt ist frei. In dem umfangreichen Programm von Kenia-Pop bis Hula-Hoop-Akrobatik findet sich ein ganz besonderes Highlight.

Dortmund

, 22.08.2017, 19:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Micro-Festival bringt Kulturen der Welt auf den Friedensplatz

Die Band Mokoomba tritt beim Micro-Festival auf.

Zum dem beliebten Micro-Festival lädt das Kulturbüro am letzten Sommerferien-Wochenende ein. Es bietet von Freitag (25. 8.) bis Sonntag (27. 8.) ein internationales Programm auf dem Friedensplatz am Rathaus.

Die Besucher des 24. Micro-Festivals können sich an drei Tagen kostenlos und draußen von urkomischer Stelzenakrobatik, atemberaubender Körperkunst, halsbrecherischem Seilakt, heiterer Clownerie, verrückter Hula-Hoop-Akrobatik und spannenden Geschichten verzaubern lassen. Musiker und Straßenkünstler reisen aus mehr als 15 verschiedenen Ländern an.

Kenia-Pop und Reggae

Den Startschuss gibt das interkulturelle Musikensemble You Shall Rise am Freitag um 17 Uhr mit seinem Bühnenprogramm „Our Roots Began in Africa“. Zu dem internationalen Ensemble gehören 24 Mitglieder aus zehn Nationen. Die musikalische Performance ist ein Mix aus Kenia-Pop, Soul, Reggae, Hip-Hop und Modern Jazz. Um 21 Uhr will die französische Kultband La Caravane Passe die Besucher auf eine Safari zu den verborgenen Schätzen Europas entführen.

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Was uns das Microfestival 2017 bringt

Das Microfestival umfasst in diesem Jahr 16 Auftritte von Straßentheatern und Musikbands. Wir stellen jeweils drei vor, die wir am spannendsten finden, und dazu die zwei Acts, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten.
02.10.2017
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Jörg Süshardt vom Sozialamt war am Schluss der Info-Veranstaltung umringt von Hilfesuchenden.© Foto: Oliver Schaper
Thomas Paul ganz freundlich: So schaut er beim Interview.© Foto: Tilman Abegg
Thomas Paul nicht ganz so freundlich: Im Kostüm seiner Rolle, des Bodyguards Matteo. Das Kostüm kann sich bis zur Premiere noch ändern.© Foto: Tilman Abegg
Nach dem Interview bleibt Paul im Foyer an einem Flügel stehen, klappt das Verdeck hoch und spielt gut gelaunt ein paar Takte Schubert in der Hocke.© Foto: Tilman Abegg
Musiktipp 1: Das Dortmunder Transorient Orchestra hat dieses Jahr den WDR-Jazzpreis in der Kategorie "Musikkulturen" gewonnen. Sie spielen Instrumente wie Posaune, Gitarre, Bass und Schlagzeug, aber auch Santur, Oud, Ney und Darbuka. Für die Musiktipp 1: Ohren wie exotische Gewürze für die Zunge. Samstag, 26. August, 17 Uhr auf der Bühne.© Foto: Lutz Voigtlaender
Musiktipp 2: Mokoomba aus Simbabwe kombinieren moderne afrikanische Fusionmusik mit traditionellen Rhythmen des Tongavolks. Das geht ab!
Samstag, 26. August, 20.30 Uhr auf der Bühne.© Foto: Roel Determeijer
Musiktipp 3: Die Musiker der Gruppe Light of Babylon kommen aus Iran, Israel, Frankreich und der Türkei. Die Iranisch-israelische Sängerin Kamal singt hebräische und türkische Gedichte von Frieden, Hoffnung und Liebe. Sonntag, 27. August, um 20 Uhr auf der Bühne.© Foto: Light in Babylon
Tipp 1 für Kinder: Toni Geiling und das Wolkenorchester erzählt von der Wolkenfabrik, wo ein Wichtel Unordnung stiftet. Toni Geiling singt gefühlvolle Geschichten zum Träumen, Singen und Tanzen. Sonntag, 27. August, 16 Uhr auf der Bühne.© Foto: Toni Geiling und das Wolkenorchester
Tipp 2 für Kinder: An der Sosolya Undugu Dance Akademie in Uganda lernen Kinder und Jugendliche aus den Armenvierteln, wie man tanzt, schauspielt und traditionelle Musik macht. Auf dem Friedensplatz zeigen sie eine wilde, rhythmische Show über den globalen Klimawandel. Sonntag, 27. August, 18 Uhr auf der Bühne.© Foto: SUDA
Theatertipp 1: Shiva Grings' Traumjob ist Flaschensammler. Dem geht er auf dem Friedensplatz nach, poetisch, naiv und bezaubernd. Sonntag, 27. August, 17 Uhr auf dem Platz.© Foto: Shiva Grings
Theatertipp 2: Also, das klingt jetzt vielleicht überraschend, aber diese Spanier haben eine Zeitmaschine, aber die funktioniert nicht ganz so, wie sie soll, und ständig kommen bizarre Gestalten da rausgekrabbelt. Sollte man vielleicht lieber nicht verpassen. Freitag, 25. August, um 20 Uhr auf dem Platz.© Foto: Tresperté
Theatertipp 3: La Industrial Teatrera. Da sind diese zwei traurigen Clowns, zwei Schiffbrüchige, verloren und vergessen, die einander finden und zusammen einen Ausweg suchen. Rührend. Am Sonntag, 27. August, um 19 Uhr auf dem Platz.© Foto: Industrial Teatrera

Die zwölf Solisten des Transorient Orchestra spielen am Samstag (26. 8.) ab 17 Uhr Melodien und Rhythmen des Orients mit westlicher Harmonik und jazziger Improvisation vermischt mit arabischem und türkischem Gesang. Um 18.30 Uhr wird der Friedensplatz mit treibenden Latin-Rhythmen der Band Banda Senderos zur Tanzfläche.

Zwei Stunden später geht es energiegeladen weiter. Die Band Mokoomba, die an der Grenze von Sambia und Simbabwe entstanden ist, präsentiert in einer tänzerischen Bühnenshow traditionelle Rhythmen des Tonga-Volkes.

Atemberaubendes Theater als Höhepunkt

Höhepunkt wird laut Katrin Gellermann, Referentin des Kulturbüros Dortmund, die große Straßentheaterproduktion Ondadurto Teatro am Samstagabend um 22 Uhr mit einer beeindruckenden Bühnenshow, in der Märchen, Helden und Prinzessinen zutage treten. Ondadurto Teatro ist ein im Jahr 2005 gegründetes Theaterunternehmen mit Sitz in Rom. Die Shows werden nonverbal mit Bewegungen, Maschinen, Feuerwerk, Wasserspielen, Videoprojektionen und Musik inszeniert.

Die jungen Besucher lädt Toni Geiling zusammen mit dem Wolkenorchester und seinem dritten Kinderliederalbum „In der Wolkenfabrik“ zum Mitsingen und Mittanzen ein.

Die jungen Talente der Sosolya Undugu Dance Academy aus Uganda erzählen mit ihrer ausdrucksstarken Bühnenshow vom globalen Klimawandel. Eine Gruppe frecher Männer auf Stelzen treibt Späße mit den Passanten. Die kanadische Grand Lady bezirzt die Männer mit verrückter Hula-Hoop-Akrobatik und ein irischer Flaschensammler träumt von der großen Karriere.

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