Millionen-Investitionen im Unionviertel

rnSpar- und Bauverein

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach war zu einer Quartierstour mit dem Spar- und Bauverein in Dortmund unterwegs, unter anderem im Unionsviertel. Dort hat Sparbau bis 2021 noch einiges vor.

Unionviertel

, 23.05.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Interessante Ausblicke zur Entwicklung dreier Wohnquartiere brachte ein Rundgang von Mitgliedern des Spar- und Bauvereins mit NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Vertretern aus Politik und Verwaltung.

Im Unionviertel war auch eine ehemalige Schule im Viertel Thema. „Wir überlegen, die ehemalige Abendrealschule in der Adlerstraße zu erwerben, um dort eine Umnutzung zu circa 15 Wohneinheiten zu realisieren“, berichtet Ulrich Benholz, Prokurist für den Bereich Neubau.

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In dem Gebäude waren zuletzt Flüchtlinge untergebracht. Sparbau würde aus den Klassenzimmern gern Appartements machen. Die Verhandlungen mit der Stadt liefen. Ebenso sei angedacht, eine ehemalige Spielplatzfläche in der Barmerstraße aufzuwerten, so Benholz.

Neubau- und Modernisierungsprojekte vorgestellt

Bei dem Rundgang ging es um Neubau- und Modernisierungsprojekte sowie Nachbarschaftsinitiativen der größten Dortmunder Wohnungsgenossenschaft mit fast 12.000 Wohnungen, aber auch um die Frage, wie weiterer, dringend nötiger bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.

Zwischen Westpark und Rheinischer Straße, Althoffblock und Klinikviertel steht das erste Haus der Genossenschaft. Viele der 950 Wohneinheiten der Sparbau befinden sich in Gebäuden aus der Zeit der Jahrhundertwende. Jeder Fünfte der etwa 10.000 Einwohner im Unionviertel bewohnt eine Sparbau-Wohnung.

Für eine gute urbane Nachbarschaft engagiert sich Sparbau in Kooperation mit lokalen Akteuren, etwa der Street-Art-Szene. „Im Zeitraum von 2008 bis 2021 werden Gesamtvolumina von etwa 42 Millionen Euro in die vorhandenen Wohngebäude im Unionviertel fließen, charakterstarke Gründerzeitgebäude mit schmuckvollen Fassaden und traumhaft schicken Altbauwohnungen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Franz-Bernd Große-Wilde. Besonderen Wert lege Sparbau dabei auf die detailgetreue Wiederaufarbeitung der stadtteilprägenden Stilelemente.

Millionen-Investitionen im Unionviertel

Viele Straßenzüge sind bereits saniert. © claudiadreysse.de

Weitere Projekte

Auch in der Zukunft will der Spar- und Bauverein im Unionviertel aktiv bleiben. In folgenden Immobilien im Quartier sind bis 2021 Maßnahmen geplant:

  • Barmer Straße 5-11
  • Lange Straße 83-87 und 111-113
  • Paulinenstraße 22-48 und 41-51
  • Rittershaustraße 13-31
  • Heinrichstraße 28-56

Dank attraktiver Landesförderung sei es möglich, bezahlbare Mieten zu halten, so Große-Wilde. „Es ist sichergestellt, dass im Sinne der vorhandenen Bewohner übermäßige Mietsprünge vermieden werden.“ 2019 nehme der Spar- und Bauverein für die Maßnahme Lange Straße 83-87 Fördermittel in Höhe von rund 700.000 Euro vom Land NRW in Anspruch.

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