Millionen-Programm soll Dortmunder City gegen Corona-Folgen helfen

rn„Corona-Exit“

Mit einem Millionen-Programm und frischen Ideen soll der Dortmunder City aus der Corona-Krise geholfen werden. Dabei setzt die Stadt auch auf die Hilfe des Landes.

Dortmund

, 04.09.2020, 19:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor 21 Jahren erlebte Ullrich Sierau als neuer Planungsdezernent der Stadt seine erste Cityrunde noch unter der Leitung von Oberbürgermeister Günter Samtlebe, am Freitag (4.9.) seine letzte als amtierender Oberbürgermeister. Da durfte es - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Krise - auch mal pathetisch werden.

„Wir werden um die Qualität der City kämpfen“, sagte Sierau. „Sie ist das Herz nicht nur der Stadt, sondern der ganzen Region mit 3 Millionen Menschen.“

Im „Corona-Exit-Programm“ der Stadt unter dem Titel „Neue Stärke“ soll die City denn auch eine zentrale Rolle spielen, kündigte der scheidende OB an. „Die Schäden durch Corona müssen beseitigt werden“, sagte Sierau.

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Das Wirtschaftsförderungs-Programm „Neue Stärke“ ist mit drei Millionen Euro pro Jahr ausgestattet - über die Laufzeit von fünf Jahren also mit insgesamt 15 Millionen Euro. Dazu sollen weitere Fördermittel von Bund, Land und EU akquiriert werden. „Wo gute Ideen sind, kommen auch Fördermittel“, zeigte sich Pascale Ledune, Vize-Chef der Wirtschaftsförderung, in der Cityrunde überzeugt.

Hoffnung auf Landesprogramm

Ein Beispiel für neue Förderprojekte nannte Planungsdezernent Ludger Wilde. Wir wollen teilnehmen am Landesprogramm ‚Sofortmaßnahmen für die Innenstädte‘, das mit 70 Millionen Euro ausgestattet ist“, kündigte er an. „Das kann ein wichtiger Impuls sein.“

Ein großer Komplex zwischen Thier-Galerie (oben), Lensing Carree (oben rechts) und Petrikirche (unten rechts) ist das Kaufhof-Gebäude am Westenhellweg - gut zu Erkennen an der Einrüstung und dem darüberliegenden Parkdeck. Jetzt werden Ideen für eine neue Nutzung gesucht.

Ein großer Komplex zwischen Thier-Galerie (oben), Lensing Carree (oben rechts) und Petrikirche (unten rechts) ist das Kaufhof-Gebäude am Westenhellweg - gut zu Erkennen an der Einrüstung und dem darüberliegenden Parkdeck. Jetzt werden Ideen für eine neue Nutzung gesucht. © Hans Blossey

Finanziert werden könnte über das Programm etwa eine Machbarkeitsstudie, um Ideen für eine neue Nutzung des bald wohl leerstehenden Galeria-Kaufhof-Gebäudes zu finden.

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Es könnte aber auch Hilfen für andere leerstehende Ladenlokale geben. Zum „Neue Stärken“-Programm gehört etwa auch die Idee, Pop-up-Lokale, also Nutzungen für kurze Zeit, einzurichten. Man brauche auch neue Gründer mit frischen Ideen in der Gastronomie, sagte Ledune.

Das städtische Programm sieht so auch neben einem Erlass der Vergnügungssteuer für Clubs und Diskotheken und einem „Nightlife-Beauftragten“ eine Gastronomie-Akademie, einen Wettbewerb für junge gastronomische Konzepte und einen Club- und Event-Fonds für neue Projekte vor.

Sofortprogramm für die City

Dazu kommt das schon angekündigte Sofortprogramm für die City zum Thema Sicherheit, Sauberkeit und Neugestaltung des öffentlichen Raum - etwa mit mehr Wasser und Grün. „Das soll im Frühjahr 2021 starten“, kündigte Wilde an. Als auf mehrere Jahre angelegtes Programm soll in Zusammenarbeit mit Eigentümern und Mietern eine kontinuierliche Unterstützung für die City aufgebaut und ein City-Management organisiert werden.

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