Mit der Lupe auf Insektenjagd

01.07.2007, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Syburg Hat ein Tausendfüßler wirklich tausend Füße? Wie viele Beine hat eine Kellerassel? Was unterscheidet einen Käfer von einer Biene?

Fragen über Fragen - und immer wieder fiel den kleinen Forschern zwischen sechs und zehn Jahren eine neue ein. Aber Erika Frehn von der BUND Kreisgruppe Dortmund, die die Exkursion «Das große Krabbeln» durch den Syburger Wald organisiert hatte, wusste auf fast alle Fragen eine Antwort. «Manchmal muss ich allerdings passen», gab sie zu. «Dann stehe ich da aber zu, das ist ja nicht schlimm».

Blaues Vogelei

Doch war Erika Frehn während der Exkursion nicht nur für das Wissen zuständig. Auch führte sie die 20 Kinder zwei Stunden lang durch den Wald, versorgte sie mit Becherlupen, Ferngläsern oder Keschern, so dass die jungen Teilnehmer heimische Insekten, Spinnen und sogar kleine Frösche aus nächster Nähe betrachten konnten.

Los ging es um 11 Uhr am Campingplatz Hohensyburg an der Syburger Dorfstraße. Einmal losgelassen stürmten die Kinder sofort in den gegenüberliegenden Wald und machten bereits nach den ersten paar Metern interessante Entdeckungen. So fand der 8-jährige Finn ein kleines blaues Vogelei direkt am Wegesrand. Ein Blick in das schlaue Vogelbuch verriet ihm dann: «Das ist von einem Star.»

Feuersalamander

Der Feuersalamander, den Frederik unbedingt sehen wollte, zeigte sich ihm zwar nicht. Und auch die Blindschleiche, auf die der 9-jährige Kevin gehofft hatte, bekam er nicht zu Gesicht. Trotzdem konnte auch er trumpfen. Kevin fand nämlich reichlich Maden, die sich unter der Rinde eines alten Baumstumpfes versteckt hatten. «Die bewahre ich mir für morgen auf», verriet er. «Mit denen werde ich ein paar schöne Fische ködern». Und auch der 8-jährige Winston hatte Glück. Ihm lief eine Kröte über den Weg, die er stolz den anderen Kindern präsentierte.

Am liebsten hätten die all ihre Entdeckungen mit nach Hause genommen. Das ging allerdings nicht: «Wir sind hier in einem Naturschutzgebiet, da darf nichts mitgenommen werden», erklärte Erika Frehn. Uta Baier

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