Mit diesen elf Punkten will Dortmund sparen

Stadt-Haushalt

Sparen, bis es knirscht: Die Stadtspitzen sind dem Auftrag des Rates gefolgt und legen für die Sitzung am kommenden Donnerstag (29.9.) ein Maßnahmenpaket vor. Dabei kommt die Stadt auf eine Ersparnis von 16,4 Millionen Euro für 2017. Wir verraten in elf Punkten, wo die Spar-Axt zuschlagen soll.

DORTMUND

, 22.09.2016, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit diesen elf Punkten will Dortmund sparen

Theater, Kulturbetriebe und Konzerthaus sollen überwiegend gemeinsam Publikationen erstellen, um Kosten zu senken. Das ist einer der elf Punkte, mit denen die Stadt 2017 sparen will.

Um den chronisch defizitären Stadt-Haushalt auch mittelfristig wetterfest und genehmigungsfähig zu machen, hatte der Rat die Verwaltung mit einem „Memorandum“ beauftragt, von 2016 bis 2019 jährlich 15 Millionen Euro zu sparen - 60 Millionen Euro insgesamt. Kommenden Donnerstag soll das mehr als 40 Maßnahmen umfassende Paket in den Rat eingebracht und im Dezember zusammen mit dem Haushalt 2017 verabschiedet werden. Hier elf Punkte im Überblick.

1. Gutachten und Dienstleistungen senken

Die Ausgaben für Aufträge von Gutachtern sowie für weitere Dienstleistungen sollen um 5 Millionen Euro/Jahr gesenkt werden.

2. Weniger Landschaftsverbands-Kosten 

Die Umlage, die die Stadt an den Landschaftsverband zahlt, soll 2017 auf 16,5 Prozent erhöht werden statt auf 17,85 Prozent, wie es der LWL fordert. 2018 soll die Umlage nach Vorstellung des Kämmerers sogar auf 16 Prozent sinken. Das brächte dann schon 10,9 Millionen Euro.

3. Einsparung durch städtische Zusammenarbeit

Fünf Millionen Euro soll eine stärkere Zusammenarbeit mit den städtischen Unternehmen wie EDG und Dogewo bringen.

4. Weniger befristete Arbeitsverhältnisse

Auch über befristeten Arbeitsverhältnissen schwebt der Rotstift: Die Stadt will prüfen, ob die Aufgaben auch von festangestelltem Personal erledigt werden können. Ersparnis: 1,4 Millionen Euro.

5. Neues Bau- und Planungsmanagement

Mit einem neuen Management rund um Planung, Bau und Betrieb stadteigener Immobilien („Lebenszyklus.Management“) sollen Bau- und spätere Instandhaltungskosten gesenkt werden. Ersparnis: 1,5 Millionen Euro.

6. Park-Kosten für Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Die Mitarbeiter der Verwaltung sollen für die Parkraum-Nutzung zahlen: 30 Euro/Monat für Stellplätze bei Bürogebäuden sowie 20 Euro/Monat auf Flächen an Rettungswachen, Betriebshöfen und Kindertageseinrichtungen. Einnahmen/Jahr: rund 400.000 Euro.

7. Weniger externe Mitarbeiter bei Jugendhilfe

Die Jugendhilfe soll eine bessere Personalausstattung erhalten und im Gegenzug weniger Hilfe Externer benötigen. Die Kosten, die dadurch gespart werden, sollen die Kostensteigerung beim Personal nicht nur ausgleichen, sondern sogar überflügeln. Um rund 750.000 Euro/Jahr.

8. Systemhaus erhöht Preise für Externe

Das Dortmunder Systemhaus soll seine Preise für Aufträge von Externen so erhöhen, dass jährlich 454.000 Euro zusätzlich in die Kasse kommen.

9. Flughafen trägt Ausbildungskosten

Der Flughafen soll die Kosten für die Ausbildung der Flughafen-Feuerwehr künftig selber tragen. Zudem soll die Feuerwehr den Transport von Fundtieren aufgeben. Er soll privatisiert und das Fahrzeug verkauft werden. Das spart auch Personalkosten. Insgesamt sollen 292.000 Euro zusammenkommen.

10. Soldaten als Brandbekämpfer umschulen

Weitere Einnahmen könnten dadurch fließen, dass im Ausbildungszentrum der Feuerwehr künftig mehr Soldaten zu Brandbekämpfern qualifiziert werden. Warum: Weil der Bund die Kosten der Umschulung seiner Soldaten trägt. Der Kämmerer kalkuliert mit 300.000 Euro.

11. Kulturbetriebe sollen zusammen publizieren

Theater, Kulturbetriebe und Konzerthaus sollen ihre Einzelpublikationen zurückfahren und die Kosten um 75.000 Euro/Jahr reduzieren.

 

 

      

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