Eine Dortmunderin produziert handgemachte Pralinen in den unterschiedlichsten Farben und Formen. © Grafik: Leonie Sauerland
Süße Leckereien

Mit Lavendel und belgischer Schokolade: Dortmunderin stellt Pralinen her

Eigentlich arbeitet Yevheniia Jevcsak im Einzelhandel. Doch seit kurzem bereitet sie eigene Pralinen zu. Diese überraschen vor allem durch ungewöhnliche Kombinationen.

Eines Abends saß Yevheniia Jevcsak vor dem Laptop und klickte sich durch Youtube. Zufällig stieß sie auf ein Video, in dem gezeigt wurde, wie Pralinen hergestellt werden. „Das will ich auch können. Ich muss das lernen“, dachte sie. Gesagt, getan.

Sie informierte sich, wie die kleinen Süßwaren gemacht werden. Durchsuchte das Internet nach Tipps und Tricks. Seitdem produziert die 27-Jährige, die hauptberuflich im Einzelhandel arbeitet, die Pralinen in der eigenen Küche. Und dazu braucht sie nicht viel: eine Mikrowelle, eine Schüssel, eine Pralinenform und ein Thermometer.

Kombinationen mit Himbeeren, Lavendel-Ganache, Salted Caramel

Als Grundlage nutzt sie verschiedene Früchte und belgische Schokolade. „Momentan nehme ich vor allem Weiße und Vollmilchschokolade. Ab Dezember soll dann noch Zartbitter-Schokolade dazukommen“, erklärt Jevcsak.

Die Dortmunderin Yevheniia Jevcsak stellt handgemachte Pralinen her. Ihr Mann Norbert unterstützt sie dabei.
Die Dortmunderin Yevheniia Jevcsak stellt handgemachte Pralinen her. Ihr Mann Norbert unterstützt sie dabei. © Privat © Privat

Der Prozess: Die Schokolade wird zunächst temperiert. Die in der Schokolade enthaltene Kakaobutter wird vorkristallisiert, damit sie weiterverarbeitet werden kann. Danach kommen die fruchtigen Füllungen in die Pralinen. So entstehen etwa Kombinationen mit Himbeeren und Lavendel- Ganache, Maracuja-Mandarinen-Ganache aber auch Beeren-Rosmarin-Ganache und Salted Caramel.

Zwölf Stunden im Kühlschrank

Bei der Arbeit mit den Früchten ist Jevcsak eine Sache besonders wichtig: „Wenn ich die Himbeeren oder auch die anderen Obstsorten erhitze, gebe ich keinen Zucker hinzu. Mir geht es darum, keine zusätzlichen Geschmacksverstärker oder Ähnliches hinzuzugeben.“

Die Pralinen werden in kleinen Packungen zu je acht Stück verkauft.
Die Pralinen werden in kleinen Packungen zu je acht Stück verkauft. © Privat © Privat

Anschließend bildet die Kakaobutter in der Schokolade stabile Kristalle. Diese sorgen dann für einen seidigen Glanz und harten Bruch. Wenn die Schokoladenschalen abgekühlt sind, kommen die Füllungen rein. „Dann muss man – je nach Füllung – fünf bis zwölf Stunden warten, bis sich die Füllung stabilisiert“, beschreibt die 27-Jährige.

Wird das Hobby zum Beruf?

In eine Form passen immer 21 Pralinen. Aktuell produziert sie je nach Auftragslage. Daher kann die Dortmunderin meist binnen weniger Tage die gewünschte Bestellung liefern. In einer kleinen Schachtel werden momentan acht Stück für 12,99 Euro verkauft. Man kann jedoch auch größere Mengen bestellen.

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Und wie kommt man an die kleinen Leckereien? „Man kann uns entweder auf Instagram kontaktieren und uns eine Nachricht schreiben. Oder man bestellt direkt bei meinem Mann Norbert“, erzählt Yevheniia Jevcsak. Norbert Jevcsak, Koch im Sterne-Restaurant „Der Schneider“, unterstützt seine Frau tatkräftig.

Für die Zukunft hat die 27-Jährige den Traum, von der Herstellung der Pralinen leben zu können. Noch arbeitet sie im Einzelhandel und sieht die Süßigkeiten eher als Hobby. „Vielleicht kann ich damit später irgendwann mal Geld verdienen“, hofft Jevcsak.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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