Wird ein Teil der Kemminghauser Straße zur Tempo-30-Zone?

rnLärmbelästigung

Der Seniorenbeirat der Stadt Dortmund fordert eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Kemminghauser Straße in Eving. Unterstützung erhielt der Vorstoß nun durch die Bezirksvertretung.

Eving

, 07.12.2019, 09:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kemminghauser Straße gehört zu den vielbefahrensten Straßen Evings. Laut Hans-Jürgen Unterkötter vom Seniorenbeirat der Stadt Dortmund habe die Lärmbelastung an dieser Stelle mittlerweile nicht mehr erträgliche Formen angenommen.

Aus diesem Grund strebe man die Errichtung einer Tempo-30-Zone zwischen der Einmündung Lüdinghauser Straße und Württemberger Straße an.

Container Terminal im Hafen als Ursache für erhöhtes Verkehrsaufkommen

„Vor allem für die Bewohner der anliegenden Seniorenwohnstätte ist der Lärm eine enorme Belastung“, so Unterkötter. Insbesondere seit der Erweiterung des Container Terminals im Hafen haben sowohl der Schwerlastverkehr als auch das PKW-Aufkommen erheblich zugenommen.

„Deshalb sollte man auf diesem Teilstück eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h einführen“, unterstreicht das Seniorenbeiratsmitglied.

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CDU von Wirksamkeit nicht überzeugt

In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Eving stieß das Vorhaben auf geteilte Meinungen. Während sich die Vertreter von SPD, Grünen und Linken überwiegend positiv äußerten, sah die CDU einige Kritikpunkte:

„Da es sich hierbei um eine Landesstraße handelt, ist eine Tempo-30-Zone an dieser Stelle gar nicht ohne Weiteres möglich“, erklärte Alexander Leidag (CDU).

Keine Lärmreduzierung durch Geschwindigkeitsbegrenzung

Zudem sei die Lärmbelastung bei einer Begrenzung auf 30 km/h nicht geringer als bei 50 Stundenkilometern. Zu der gleichen Erkenntnis kommt auch der ADAC. Demzufolge seien vor allem hohe Drehzahlen für den Lärm verantwortlich.

Diese würden aber auch in niedrigeren Gängen erreicht, so dass ein Tempolimit von 30 km/h keine hörbaren Unterschiede hervorrufe, heißt es auf der Internetseite des Verkehrsclubs.

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Fahrverbot auf der B1 als zusätzliche Belastung

Unterdessen befürchtet die Bezirksvertretung durch das mögliche Fahrverbot für LKW auf der B1 neue Probleme. Ein derartiges Tempolimit könne laut Dagmar Prange (SPD) deshalb eine wirkungsvolle Maßnahme sein: „Wir müssen davon ausgehen, dass der LKW-Verkehr durch die bevorstehende Schließung der B1 auch an der Kemminghauser Straße weiter zunimmt. Eine Tempo-30-Zone könnte deshalb abschreckend wirken.“

Wird ein Teil der Kemminghauser Straße zur Tempo-30-Zone?

LKW auf der B1 in Dortmund könnten demnächst der Vergangenheit angehören. Die Bezirksvertretung Eving befürchtet dadurch erhebliche Probleme in ihrem Stadtbezirk. © Dieter Menne

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Frommeyer gab diesbezüglich zu bedenken, „dass das drohende Fahrverbot zwar ein Riesenproblem darstellt, man durch Maßnahmen wie ein neues Tempolimit das Verkehrsaufkommen allerdings nur auf die anliegenden Straßen verdrängt.“

Gegen die Stimmen der CDU schloss sich die Bezirksvertretung letztlich dem Antrag an. Dieser liegt nun zur weiteren Prüfung der Stadt vor.

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