Möglicher Verstoß gegen Corona-Verordnung: Ein ganz schlechtes Vorbild

rnMeinung

Eine Dortmunder Kita soll gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen haben, weil wohl bei einer internen St.-Martins-Feier nicht der Mindestabstand eingehalten wurde. Ein Kommentar.

Nette

, 13.11.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um eines klar zu sagen: Es ist schön, dass die Kinder der Tagesstätte in ihren Gruppen den Martinstag gefeiert haben. Es ist gut, dass die christliche Einrichtung mit einem Zug und Feuer im Garten eine Alternative zum großen Martinszug gefunden hat.

Aber: Musste die „Abholsituation“ als Ende der Feier in dieser Form sein? Gerade wenn denn offenbar klar war, dass es sich dabei knubbeln könnte? Nach Geknubbel sah es zumindest über einige Minuten nicht aus. Die Erwachsenen standen ruhig, aber dicht beisammen.

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Sie standen nicht auf dem Bürgersteig, sondern im Eingangsbereich der Kindertagesstätte. Der ist aber zu beiden angrenzenden Straßen hin offen. Die Grenze zwischen öffentlichem Raum und Privatgelände ist fließend.

Es geht hier nicht um eine rechtliche Bewertung. Sondern um die öffentliche Wahrnehmung. Passanten und die Menschen aus exakt 60 Wohnungen an der Dörwer- und Brinkmannstraße konnten das Ende der Feier unmittelbar hören und sehen.

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Der Vorgang ist insofern ein schlechtes Zeichen nach außen. Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen verlangen uns allen einiges ab. Sie erfordern immer wiederkehrende Erklärungen und Rücksichtnahme. Und da hat eine angesehene Einrichtung der Caritas eine Vorbildfunktion. Hier haben die Verantwortlichen der Kita St. Stephanus versagt und tragen die Verantwortung.

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