"Monster Magnet" holen die 60er zurück ins FZW

Ausverkauftes Konzert

"Apocalypse now" lässt grüßen: Monster Magnet ließen sich beim Konzert am Sonntagabend zu einer Zeitreise in die 60er hinreißen. Das Publikum im ausverkauften Dortmunder FZW nahm's gelassen. Die Show der Altrocker wirkte zwischendurch wie nerviges Pflichtprogramm.

DORTMUND

von Katrin Figge

, 17.02.2014, 09:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Monster Magnet"  spielten am Sonntagabend im FZW.

"Monster Magnet" spielten am Sonntagabend im FZW.

Band-Chef Dave Wyndorf hatte es auf seiner Homepage ja selbst gesagt: Das neue Album vereint psychedelischen Space Rock mit dem Feeling der 60er. Und das hielten Monster Magnet auch in ihrer Show durchgängig aufrecht. Schlecht war das nicht, nur ein bisschen eintönig. Das Album selbst ist weit weniger psychedelisch als die Show — aber die "Apocalypse now"-Atmosphäre tat einen Abend lang ganz gut. Auch, wenn's mitunter sehr bemüht rüberkam. Floskelhafte Vietnam-Bilder auf der Leinwand (GIs, Hubschrauber, entlaubte Wälder und so) wären echt nicht nötig gewesen.

Stimmlich hat der "dicke böse Mann" (Publikumszitat) der zwar schon bessere Zeiten erlebt, aber live ist eben live. Und schließlich geht der böse Mann schon starck auf seine eigenen 60er zu. Kurzum: Netter Abend, über deren Atmo (nervig oder gelungen?) sich das Publikum uneinig war. Dazu ein Dave Wyndorf, der nicht besonders gesprächig und ohnehin so genuschelt hat, dass man ihn kaum verstehen konnte. Sah zwischendurch ein wenig nach Pflichtprogramm aus, was auch am engen "Wir müssen jetzt 60er machen"-Korsett gelegen haben mag. Aber eigentlich war's ganz ok. Mal sehen, was Monster Magnet sich beim nächsten Album ausdenken. Wie wär's mit Stoner Rock der 90er?

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