Corona

Montag in Dortmund: Impfgegner-Demo und Gegenprotest

Gegner einer Corona-Impfung treffen sich am Montag (17.1.) wieder in der Dortmunder Innenstadt. Eine Partei hat wiederum dagegen Protest angekündigt – an markanter Stelle.
Bereits am vergangenen Montag demonstrierten viele Impfgegner auf dem Dortmunder Wall.
Bereits am vergangenen Montag demonstrierten viele Impfgegner auf dem Dortmunder Wall. © Kevin Kindel

Nächster Montag, nächster „Lichterspaziergang“ in der Dortmunder Innenstadt: Am 17.1. treffen sich Gegner einer generellen Corona-Impfung auf dem Friedensplatz, um von dort aus auf dem Wall zu demonstrieren.

Nach einer Sammelphase von 17.45 bis 18.15 Uhr soll es dann bis maximal 20.30 Uhr durch die Innenstadt gehen. In der vergangenen Woche waren laut Polizei 700 Menschen an solch einer als „Spaziergang“ deklarierten Demonstration beteiligt. Unser Reporter hatte etwa 800 gezählt.

Teilnehmer sollen auf „andere Fahnen und Symbole“ verzichten

Wie die Initiatorin unter anderem im Social-Media-Dienst „Telegram“ angekündigt hatte, demonstriere man „für eine individuelle Impfentscheidung, für Grundrechte, für ein friedvolles Miteinander und für einen kritischen Dialog“. Zudem heißt es dort: „Wir bitten Euch, den Fokus auf die Corona-Verordnung zu richten und alle anderen Fahnen und Symbole daheim zu lassen.“

Rund um sogenannte „Spaziergänge“ wird immer wieder Kritik laut, dass dort auch Rechtsextreme marschieren und sich Teilnehmer nicht wirklich distanzieren würden.

Verkehrsstörungen auf dem Wall – Protest am Hauptbahnhof

Die Polizei erklärt im Vorfeld: „Insbesondere in der Dortmunder Innenstadt müssen alle Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 20.30 Uhr auf dem Wallring mit Verkehrsstörungen rechnen.“ Mindestens vor dem Hauptbahnhof wird es Gegenprotest gegen diese Demo geben.

„Die Partei“ lädt für 18 Uhr auf den Platz der Deutschen Einheit (am Fußballmuseum) ein. Das Motto: „Impformation statt Vervirung“. Grundlegende Kritik an der Anti-Impf-Demo: Stadtbekannte Neonazis, Mitglieder von Die Rechte und der AfD würden sich unter die Querdenkenden mischen.

Deshalb stelle man sich „entschieden gegen rechtes Gedankengut und jeden Antisemitismus“ und rufe Bürger, demokratische Parteien und zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse dazu auf, sich anzuschließen.

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