Mord an Nicole Schalla († 16): Wie kam die DNA-Spur auf die Leiche?

rnMordfall Schalla

Im Prozess um den Mord an Nicole-Denise Schalla hat das Dortmunder Schwurgericht weitere DNA-Sachverständige vernommen. Dabei standen vor allem mögliche Übertragungswege im Mittelpunkt.

Dortmund

, 26.10.2020, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Tatsache ist, dass an der Leiche der im Oktober 1993 getöteten Schülerin eine Spur gesichert wurde, die eindeutig dem Angeklagten Ralf H. aus Castrop-Rauxel zugeordnet werden kann. Aus Sicht der Verteidigung steht damit aber noch lange nicht fest, dass H. auch wirklich am Tatort war.

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Eine Sachverständige räumte am Montag ein: „Es gibt viele Möglichkeiten, wie DNA aauf einen Gegenstand oder einen Körper übertragen werden kann.“ Neben dem direkten Kontakt sei es auch möglich, dass sich DNA etwa im Bus überträgt, wenn zwei Personen nacheinander denselben Sitzplatz benutzen oder den gleichen Haltegriff anfassen.

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Von der Kleidung auf den Körper?

Im Fall Schalla wurde die Hautschuppe von Ralf H. jedoch auf einem unbekleideten Teil der Leiche in der Leistengegend gesichert. „Da muss man sich dann schon fragen, wie man unter diesen Umständen eine mögliche Sekundärübertragung gestalten möchte“, sagte die Sachverständige. Von der Kleidung könne die Spur nur schwer vorstellbar direkt auf den Körper gelangt sein.

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Weil Fremd-DNA außerdem beim Duschen vollständig von einem menschlichen Körper abgewaschen wird, müsse die Zufalls-Übertragung der Hautschuppe von Ralf H. auf den Körper der 16 Jahre alten Schülerin auch zwingend nach der letzten Dusche von Nicole-Denise Schalla erfolgt sein.

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