Mordfall Nicole Schalla (†16): Verschwundene Akten sind wieder da

Landgericht

Das ging schnell: Die verschwundenen Akten im Prozess um den Mord an der Schülerin Nicole-Denise Schalla vor fast 27 Jahren sind wieder aufgetaucht.

Dortmund

, 02.07.2020, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte Ralf H. (Archivbild aus dem Prozess) bestreitet die Tat.

Der Angeklagte Ralf H. (Archivbild aus dem Prozess) bestreitet die Tat. © Martin von Braunschweig

Aufatmen beim Dortmunder Landgericht: Im Prozess um den Mord an der Dortmunder Schülerin Nicole-Denise Schalla von Oktober 1993 sind alle Akten wieder dort, wo sie hingehören. Zuletzt war bekannt geworden, dass das Gericht zwei Pakete mit Originalakten an die beiden neuen Pflichtverteidiger des Angeklagten Ralf H. geschickt hatte. Davon war aber nur eines in Düsseldorf angekommen.

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Daraus ergaben sich gleich zwei Probleme: Zum einen konnte der eigentlich vorgesehene Starttermin des Prozesses Anfang Juli nicht mehr eingehalten werden. Schließlich muss den beiden neuen Verteidigern ausreichend Zeit zur Vorbereitung des Prozesses mit allen Akten gegeben werden. Zum anderen war es natürlich mehr als unschön, nicht zu wissen, wo die Originalakten dieses hoch sensiblen Gerichtsverfahrens liegen.

Am Donnerstag konnte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp jedoch Entwarnung geben: „Das Paket ist wieder da“, teilte er mit. Niemand muss also mehr befürchten, dass Unbefugte Zugriff auf Prozessakten haben könnten.

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Bis zum nun vorgesehenen Beginn des Prozesses Anfang August muss das Gericht den Fall nun erneut dem Oberlandesgericht Hamm vorlegen. Dort muss die Frage geklärt werden, ob der Angeklagte Ralf H. aus Castrop-Rauxel weiter in Untersuchungshaft bleibt. Der Mann bestreitet die Tat.

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Jetzt ist es amtlich: Ein verschwundenes Aktenpaket sorgt für eine neue Verzögerung im Schalla-Prozess. Eigentlich sollte die Neuauflage schon kommende Woche beginnen. Von Martin von Braunschweig

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