Müllabfuhr bleibt stecken: „Die Corona-Krise macht es noch schlimmer“

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Ein Müllproblem hatte die Dortmunder Siedlung schon immer. Der Grund: Die Straßen sind sehr eng und viel beparkt. Derzeit ist die Situation noch gravierender.

Jungferntal-Rahm

, 17.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn montags die Müllabfuhr kommt, wird es noch enger als ohnehin schon. Denn die Straßen sind knapp bemessen und nicht auf die Menge an Autos, die an ihrem Rand parken, ausgelegt.

Die Folge: Die Müllabfuhr muss sich an den parkenden Autos vorbeiquetschen und das klappt nicht immer. „Teils muss die Müllabfuhr minutenlang rangieren, vorwärts in die Straßen und rückwärts wieder raus fahren oder umgekehrt, bevor sie dann doch wieder fährt ohne Müll mitzunehmen“, beschreibt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht öffentlich nennen möchte.

Problematisch seien insbesondere die Ehrlichstraße, die Lauestraße und der Albert-Schweitzer-Weg im Jungferntal. „Die Autos parken in Straßeneinmündungen, teils stehen hier Lkw am Straßenrand und niemand kommt mehr durch“, sagt die Anwohnerin.

Problem ist der EDG bekannt

Zwar bestehe das Problem bereits seit Jahren, während der Coronavirus-Kontaktsperre habe sich die Situation jedoch noch einmal erheblich zugespitzt, weil die meisten Anwohner dauerhaft zuhause seien.

„Da, wo die Müllabfuhr nicht hinkommt, wird dann auch nicht geleert“, sagt die Anwohnerin. Das Problem ist der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) schon seit längerem bekannt. Pressesprecherin Petra Hartmann bestätigt eine Verschärfung durch die aktuelle Lage.

Wenn die Autos so wie hier in der Lauestraße nah an der Straßeneinmündung parken, ist das Rangieren für die Müllabfuhr kaum bis gar nicht möglich.

Wenn die Autos so wie hier in der Lauestraße nah an der Straßeneinmündung parken, ist das Rangieren für die Müllabfuhr kaum bis gar nicht möglich. © Holger Bergmann

Durch die parkenden Fahrzeuge sei die Fahrbahn allerdings grundsätzlich stark verengt. Die Durchfahrtsbreite von drei Metern sei nicht gegeben. „Unser Außendienst hat sich Situation unter anderem im Oktober 2019 vor Ort angesehen“, sagt Petra Hartmann.

Eine anschließende Meldung bei der Verkehrsüberwachung der Stadt Dortmund sei bislang jedoch ohne großen Erfolg geblieben. Eine Anfrage dieser Redaktion an die Stadt, ob es eine Möglichkeit der Verbesserung der Situation gibt, läuft.

Die engen Straßen sind nicht nur für die Müllabfuhr problematisch

Derzeit fährt die EDG die Straßen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals an, wenn es beim ersten Mal zu eng war. „Eine Lösungsmöglichkeit ist auch der Einsatz eines kleineren Müllwagens“, sagt Petra Hartmann. „Das muss natürlich auch disponiert werden und schafft nicht ad hoc Hilfe.“

Die EDG werde die Situation weiter beobachten, auch die Entwicklung nach der Corona-Krise. Doch nicht nur der Müll sei ein Problem in der Siedlung, so die Anwohnerin. „Die Straßen sind so zugeparkt, dass sie für Fußgänger ganz schlecht einzusehen sind“, sagt sie.

Zudem haben Menschen mit Rollator oder Kinderwagen massive Probleme auf dem verengten Gehweg vorwärts zu kommen. „Da muss es doch eine Lösung geben, dass die Autos parken können, aber auch alle anderen sicher vorwärts kommen.“

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