Museumsnacht 2020 findet als „kultureller Neustart“ in Dortmund statt

Kultur

Lange war ungewiss, ob die Museumsnacht stattfindet. Jetzt ist Dortmund die erste Stadt, die diese Veranstaltung umsetzt. Unter Corona-Bedingungen jedoch anders als erwartet.

Dortmund

18.08.2020, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im vergangenen Jahr kamen viele Menschen zum großen Abschluss-Feuerwerk auf den Friedensplatz. Das wird in dieser Form 2020 nicht möglich sein.

Im vergangenen Jahr kamen viele Menschen zum großen Abschluss-Feuerwerk auf den Friedensplatz. Das wird in dieser Form 2020 nicht möglich sein. © Schaper

Obwohl immer noch ein Verbot für Großveranstaltungen bis Ende Oktober gilt, feiert die DEW-Museumsnacht in diesem Jahr ihren 20. Geburtstag. Erst sollte sie abgesagt werden, nun soll sie ein Zeichen für den Zusammenhalt in der Kulturszene werden.

„Die Dortmunder Kultur soll wieder erlebbar sein“, sagt Dr. Elke Möllmann, Geschäftsbereichsleiterin der städtischen Museen Dortmund. In den letzten Monaten hat die Corona-Pandemie vor allem die Kulturszene hart getroffen. Die Museumsnacht am 19. September (Samstag) soll ein Zeichen für den Zusammenhalt setzen.

Neues Corona-Konzept büßt Besucher ein

Die Vorbereitungen für die Veranstaltung laufen auf Hochtouren. Ein neues Hygiene- und Infektionsschutzkonzept prüft alle Veranstaltungen im diesjährigen Programmangebot auf Corona-Tauglichkeit. Das bedeutet auch deutlich weniger Besucher, um Menschenansammlungen und Warteschlangen vermeiden zu können.

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„Wir haben uns intensiv mit den besonderen Bedingungen in Corona-Zeiten auseinandergesetzt und sind überzeugt, dass wir trotz aller notwendigen Einschränkungen gemeinsam ein tolles Event bieten können“, so Möllmann.

Jubiläumsangebot mit Show-Bühne im Westfalenpark

Zum 20. Geburtstag der Museumsnacht waren wieder viele Programmangebote im ganzen Ruhrgebiet geplant. Viele mussten abgesagt werden, dafür sorgt ein modifiziertes Konzept für neue Formate.

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Viele bekannte Veranstaltungsorte wie das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, das Brauerei-Museum, die Dasa, das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern, das Deutsche Fußballmuseum und das Dortmunder U mit dem Museum Ostwall sind wieder dabei. Neu im Programm ist das Naturmuseum am Fredenbaum, das in den vergangenen sechs Jahren wegen Umbau geschlossen war und jetzt mit völlig neuer Konzeption wieder eröffnet.

Eine weitere Neuerung ist eine große Show-Bühne, die im Westfalenpark auf der Festwiese stehen wird. Geplant ist außerdem ein digitales Begleitprogramm für das Jubiläum.

„Mit Anstand und Abstand“ lautet das Motto

Dortmund ist nach aktuellem Stand die erste Stadt in Deutschland, in der in diesem Jahr eine Museumsnacht stattfindet. Bisher haben alle weiteren Städte ihre Veranstaltungen wegen der Corona-Krise abgesagt. Sowohl logisitisch als auch organisatorisch stellt sich diese Entscheidung als Herausforderung raus, für die sich die städtischen Museen ganz bewusst entschieden haben, heißt es.

Laut Kulturdezernat und Stadtdirektor Jörg Stüdemann ist dies „ein Signal für den kulturellen Neustart“. Mit der DEW21-Museumsnacht wolle man den Zusammenhalt in der Stadt demonstrieren. „Mit Anstand und Abstand“, so Stüdemann.

Tickets und nähere Infos zum Programm sind noch nicht erhältlich. Details dazu werden am 24. August (Montag) bekanntgegeben.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass das Museum für Kunst und Kuturgeschichte lange geschlossen hatte. Tatsächlich handelt es sich um das Naturmuseum. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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