Musiktheater Piano: Neuer Betreiber nach 30 Jahren

Volker Schneider hört auf

Es war eine faustdicke Überraschung bei der Feier zur Silberhochzeit: Volker Schneider und seine Ehefrau Ulrike verabschieden sich zum Jahresende als Betreiber des Musiktheaters Piano. Wir klären, wie es danach weitergeht und was die Gründ für den Abschied sind.

LÜTGENDORTMUND

, 14.08.2016, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

So begründet das Ehepaar seinen Rückzug Ende 2016:

Ulrike und Volker Schneider feierten mit rund 120 Verwandten, Bekannten und Stammgästen des Musiktheaters Piano ihre 25-jährige Ehe, Volker seinen Gastronomie-Ehrentag. Und überraschten fast alle Anwesenden mit dem Abschied zum Jahresende. „Im Vorfeld wussten das nur unsere Kinder und ein guter Freund“, sagt Volker Schneider. 

„30 Jahre sind eine lange Zeit“, sagt das Ehepaar Schneider unisono. „Aber auch eine schöne, in der es nie langweilig war und wir interessante Leute kennengelernt haben.“ 30 Jahre seinen nun genug. „Wir haben auf vieles verzichtet, Freunde verloren und Einladungen absagen müssen.“ Wenn andere feierten, mussten Ulrike und Volker ran. „An Wochenenden ging bei uns gar nichts.“

„Ich wollte die Kneipe abgeben, wenn sie gut läuft“, begründete Volker den überraschend frühen Zeitpunkt des Rückzugs ins Privatleben. Dass Tochter Lisa das Piano übernimmt, hätten beide Eltern abgelehnt, erklärten sie. "Wir wollen ihr nicht ihre Zukunft verbauen und sie ins kalte Wasser werfen.“

So geht es 2017 weiter:

Die Schneiders legen die Verantwortung in die Hände von Jenny Doré und Thomas Falke von „3dog-Entertainment“. „Wir arbeiten seit acht Jahren mit der Agentur zusammen“, so Volker. „Das passt sehr gut.“

„Es geht alles so weiter wie bisher“, betonen Doré und Falke, die Inhaber von „3dog“. „Fürs Piano werden wir eine neue Gesellschaft namens ,doghouse’ gründen“, kündigt Thomas Falke eine der wenigen Änderungen an.

Die 60 bis 70 Konzerte pro Jahr wolle man etwas steigern, ansonsten alle vom Piano durchgeführten Party-Formate und Auftritte von Coverbands belassen. Wie die Teilnahme an der „Lütgendortmunder Kneipennacht“. Dann spielt im Piano stets die „Wohnzimmerband“ auf, die auch Schneiders Silberhochzeit musikalisch untermalte.

„Wir wollen alles im Sinne des Ehepaars Schneider fortführen“, unterstreicht Jenny Doré. Der Genre-Mix werde bleiben. Wie auch genügend Chancen für Nachwuchskünstler. „Das Piano hat wegen seiner persönlichen Atmosphäre einen Ruf wie Donnerhall“, ist Thomas Falke vom Ambiente begeistert. „Deshalb kommen die Stars so gerne her.“

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