Unter Tränen: Mutmaßlicher Dealer bittet Polizei, Drogen zu verstecken

Ermittlungserfolg

Die Polizei ist gern „Freund und Helfer“. Bei Ermittlungen im Drogenmilieu kommen Hilferufe gewiss nicht häufig vor. Für einen mutmaßlichen Dealer war es einen Versuch wert.

Huckarde, Westerfilde

, 06.01.2021, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei Ermittlungen zum Drogenhandel im Westerfilder Gerlachweg bekamen Polizisten ein außergewöhnliches Hilfeersuchen.

Bei Ermittlungen zum Drogenhandel im Westerfilder Gerlachweg bekamen Polizisten ein außergewöhnliches Hilfeersuchen. © Nils Heimann (A)

„Die Polizei hilft gerne“, beginnt die Pressestelle der Dortmunder Polizei eine Pressemeldung. „Ein 28-jähriger Dortmunder musste am Dienstag (5.1.) jedoch das Gegenteil erfahren. Er brach in Tränen aus.“

Die Vorgeschichte: Bei Ermittlungen verdichteten sich Erkenntnisse über den Drogenhandel im Gerlachweg in Dortmund-Westerfilde. Dabei erkannten Beamte der Polizei in Huckarde am Dienstag gegen 17 Uhr einen 28-Jährigen. Er stand bereits mehrfach unter dem Verdacht, mit Drogen gehandelt und diese auch an Minderjährige verkauft zu haben. Dafür saß der Mann bereits einmal in Untersuchungshaft.

Termin beim Haftrichter

Als Polizisten ihn ansprachen, brach er sofort in Tränen aus und bat die Einsatzkräfte darum, seine Drogen zu verstecken. Der Grund: Nach einer Verurteilung befand er sich mit einer Bewährungsstrafe auf freiem Fuß. „So nachvollziehbar der Wunsch auch ist: Die Beamten konnten diesen nicht erfüllen“, meldet die Polizei.

Stattdessen lieferten die Ermittler ihn zunächst ins Polizeigewahrsam ein. Am Nachmittag (6.1.) soll der Dortmunder einem Haftrichter vorgeführt werden.

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