ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein als Silhouette abgebildeter Mann droht am 08.01.2013 in Berlin einer Frau mit der Faust. Der 25.11. ist der diesjährige internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa (zu dpa-Vorausmeldung vom 24.11.2013) +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance / dpa
Prozess am Landgericht

Mutmaßlicher Gewalttäter bekommt vor Gericht gute Neuigkeiten

Ein Dortmunder (22) bekam zuletzt schon vor Gericht Schützenhilfe von seiner Freundin, die er verprügelt haben soll. Jetzt gibt es weitere positive Nachrichten für ihn.

Ein Dortmunder soll laut Staatsanwaltschaft im Frühjahr eine ganze Serie von Gewalttaten verübt haben. Oft soll er dabei sogar seine schwangere Freundin verprügelt haben.

In anderen Fällen soll er auch auf eine Nachbarin losgegangen sein, die die Schreie der Freundin gehört hatte und die Polizei rufen wollte. Dabei soll der 22-Jährige nicht einmal davor zurückgeschreckt sein, auch die Enkelin der Nachbarin körperlich anzugreifen.

Erpresserischer Menschenraub?

Besonders schwer wiegt jedoch der Vorwurf, dass der Angeklagte einen Bekannten in dessen Wohnung an der Scharnhorststraße überfallen und mit Drohungen dazu gezwungen haben soll, am nächsten Geldautomaten 100 Euro abzuheben. Diese Tat wird von der Staatsanwaltschaft sogar als erpresserischer Menschenraub bewertet.

Wie hart im Fall einer Überführung die Bestrafung durch die 34. Strafkammer des Landgerichts ausfallen wird, hängt stark von der Einschätzung des psychiatrischen Sachverständigen Malik Mbamba ab. Der Gutachter hat den 22-Jährigen eingehend untersucht und auch dessen Schilderungen der einzelnen Tatgeschehen bewertet.

Dieses Gutachten bedeutet jetzt wohl gute Nachrichten für den Angeklagten: Am Donnerstag (7.10.) kam Mbamba jetzt zu dem Schluss, dass der Angeklagte wohl in den allermeisten angeklagten Fällen nur vermindert schuldfähig war. Damit dürfte die zu erwartende Strafe deutlich milder ausfallen.

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