Mutmaßlicher Hintermann von Schleuser-Netzwerk in Dortmund festgenommen

Untersuchungshaft

Die Bundespolizei hat einen Mann festgenommen, der daran beteiligt gewesen sein soll, Menschen über die Grenze nach Deutschland zu schleusen. Man geht von einem größeren Netzwerk aus.

Dortmund

04.12.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der mutmaßlicher Schleuser ist inzwischen in die Dortmunder JVA eingeliefert worden.

Der mutmaßlicher Schleuser ist inzwischen in die Dortmunder JVA eingeliefert worden. © Bundespolizei

Die Bundespolizei hat am Donnerstag (3.12.) in Dortmund einen mutmaßlichen Hintermann einer Gruppe von Schleusern festgenommen. Ermittlungen nach einem Vorfall in Bayern hatten auf seine Spur geführt. Das teilt die Behörde selbst mit.

Am 31. Oktober 2020 habe die Bundespolizei Passau nahe der Grenze zu Österreich verhindert, dass fünf Personen über die Grenze geschleust werden konnten.

Ihr syrischer Fahrer sei festgenommen worden. Seine fünf Landsleute seien nach Anzeigen aufgrund unerlaubter Einreise nach Österreich zurückgewiesen worden. Sie hatten laut Bundespolizei 500 Euro für die Mitfahrt bezahlt.

Mutmaßlicher Hintermann aus Dortmund

Ermittlungen nach dem Vorfall haben auf die Spur eines 32-jährigen Syrers aus Dortmund geführt, der an dieser und weiteren Schleusungen womöglich beteiligt gewesen sei. Der Mann habe einen festen Wohnsitz in Dortmund.

Jetzt lesen

Wegen dringenden Tatverdachts wurde am Donnerstag die Wohnung des Mannes von Bundespolizisten durchsucht. Der 32-Jährige sei festgenommen und zur Untersuchungshaft in die JVA Dortmund gebracht worden. Die nun weiter ermittelnde Bundespolizei Passau geht von einem größeren, organisierten Netzwerk aus.

Schlagworte:

Das Dortmund-Update

Der News-Podcast von Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 - jeden Freitag bestens informiert. Jetzt hier, bei Spotify, Apple Podcasts oder Deezer hören.

Dortmund am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter Über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Lesen Sie jetzt