Mutmaßliches Missbrauchs-Opfer berichtet von Qualen

Jugendtrainer angeklagt

Über 900 Mal soll ein Jugend-Fußballtrainer aus Dortmund den Sohn seiner Ex-Partnerin sexuell missbraucht haben. Am Mittwoch sagte das mutmaßliche Opfer vor dem Dortmunder Landgericht aus - und machte dem Angeklagten schwere Vorwürfe.

DORTMUND

von Von Jörn Hartwich

, 27.11.2013, 14:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mutmaßliches Missbrauchs-Opfer berichtet von Qualen

Das Landgericht Dortmund.

Der Mann war Ende der 1990er Jahre mit der Mutter des heute 21-Jährigen zusammen gezogen. "Unser Verhältnis war von Anfang an sehr schwierig", sagte der Zeuge den Richtern. Er sei auch schon früh massiv geschlagen worden.Die sexuellen Übergriffe begannen angeblich mit Grabschereien und endeten mit regelmäßigem Geschlechtsverkehr. Tatort soll die Wohnung der Familie in Mengede gewesen sein. "Einmal musste ich in der Küche unter den Tisch kriechen und ihn befriedigen", sagte der Zeuge den Richtern. Ein anderes Mal sei der Übergriff in der Dusche passiert - nach einem gemeinsamen Sporttraining.

Der Angeklagte quittierte die Aussagen des Zeugen mit Kopfschütteln. Außerdem lächelte er abfällig. Der 55-Jährige hatte zum Prozessauftakt erklärt, dass er noch nie in seinem Leben sexuelle Kontakte zu Kindern und Männern gehabt habe.

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